Die Floht fliegen. 945
Punct am Vorderranb, und niemals einen blauen, sondern grünen seidenglänzendenKörper.
Bey allen Stücken besteht der Hinterleib aus zehn Ringen uud endigt sich amMännchen mir einer doppelten krummen Haltspitze zum Paaren, die beym Weibchengeradeaus stehen.
Die schmalleibige, bald grünlichgelbe, bald dunkelgelbe, meistens i Zoll 7 bis zLinien messende Larve hat dreygliederige Fühlhörner, die langer sind, als an andernArten, dunkelgefieckte Füße, vorzüglich aber am Ende des Hinterleibes drey schmale Ru-derfedern von der gelb und dunkelgefleckten Farbe des Körpers, welche sich zusammenlegen und auch wieder ausbreiten. So bald sie Flügelanjahe erhält, heißt siePuppe.
Aufenthalt. Als Nymphe jährlich zweymal, nämlich im May und wieder imJulius; gemein, an Bächen und feuchten Stellen; als Larve in den Bachen selbst, wosie sich von lebendigen Wasserinsecken nährt, die sie mir dem unter dem Kopf besindlichen,einem geschlossenen Helm ähnlichen Werkzeuge anpackt, daö sich alö spitzige Fangzangeöffnet.
Achte Gattung.
Die Flohrsliegen. Heim robii, Lin. Sie heißen auch Stinkfliegen, besonderswegen der ersten Art; doch führen eben denselben Namen die Phryganeen; desgleichen
kleine Landlibellen.
Kennzeichen der Gattung nach Linne^.
Die Flohrfliegen haben etu zwevzahmges Maul mit vier Freßspißen, borsten«artige Fühlhörner, die langer als der Vorderleib sind. Die FIügel sind flohrarlig,meistens ungcfleckt, dünn, nach Verhältniß groß, und werden dachförmig getragen.
Sie haben goldgelbe Augen, aber keine Nebenaugen, und leben auf Bäumen,in Gärten, Wäldern, besonders zwischen den Nadeln der Kiefer und Fichten, kommenoft im Früh. und Spatjahr in unsere Wohnungen; einige überwintern auch in unfern Gar-tenhäusern, zuweilen an den Decken, zuweilen zwischen Brettern und Pappieren. IhrRaub sind Ameisen, denen die rarven in Gruben auflauren, von welchen daö Jnsect unsereBäume reinigt. Sie leben, die überwinterte ausgenommen, doch nur kurze Zeit.
Die Larven sind länglich, leben im Trockenen ohne Gehäuse, haben einen klei-nen Kopf mit Freßzangen, einen kleinen Vorderleib, sechs Füße, und einen dicken Hin-terleib, der sich in einen dünnen Schwan; endigt. Sie sind grau, gelb, zimmctfarbig,zuweilen gestreift. Jeder Ring des Leibes hat an den Seiten Wärzchen, auf welchen kleineHaarbüschel stehen. Sie erreichen in 14 Tagen ihre völlige Größe, um sich in Tönn-chen von Ecbsengröße einzuspinnen, und nach einer dreywöchentlichen Ruhe sich zuentwickeln.
Die
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