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Forstinsecten im Allgemeinen.
Consistenz und anderer Farbe und Behaarung, und zwar entweder alle sehr deutlich, wie vom Bildhauerausgearbeitet (gemeifselte Puppen), oder nur einige und auch diese nicht ganz deutlich (maskirtePuppen), beide können nackte oder verhüllte sein, je nachdem sie frei liegen oder noch von einerHülle (, folliculus, cocon) umschlossen sind.
Vokkommkn. Die meisten Forstinsecten kommen nur auf und in gewissen Hölzern vor undlinden sich daher nur in den Gegenden, wo diese sind, ja meistens nur da, wo diese in Beständenwachsen. Auch dürften unter ihnen nur wenige sein, die auf ein kleines Vorkommen beschränkt sind.Von den meisten wissen wir es bereits, dafs sie fast durch das ganze nördliche Europa und selbst durcheiuen Tlieil des mittlern Vorkommen.
Lebensweise. In der Lebensart der Forstinsecten zeigt sich die gröfste Mannigfaltigkeit undwir können an ihnen alle an den Insecten überhaupt so sehr bewunderten Eigentümlichkeiten wahr-nehmen, Grund genug, ihnen für immer die Aufmerksamkeit der Forstmänner zu sichern. Es ist dabeibesonders auf folgende Punkte zu achten. 1) Die Zeit des Erscheinens in den verschiedenenZuständen. Der Forstmann mufs genau wissen, zu welcher Zeit das lnsect in dem einen oderandern Zustande da ist, weil es gewöhnlich nur in dem einen oder andern angreifbar ist. Gewöhn-lich durchläuft es alle 4 Zustände einmal im Jahre, oder mit andern Worten, es macht alljährlich eineBrut — sogenannte einfache Generation, — oder es durchläuft sie mehrere Male, macht 2-3 Bruten— sogenannte zwei- bis dreifache Generation, — oder endlich es braucht zur Ausbildung einer Brutmehrere Jahre — mehrjährige Generation. — Wahrscheinlich haben mehr Insecten eine mehrjährigeGeneration, als wir gewöhnlich annehmen, worüber nocii spätere, sorgfältige Beobachtungen entscheidenmüssen (s. deshalb die neuen Beobachtungen über Anobium cmarginatum und Curculio glandium).Höchstwahrscheinlich wird diese daun, wenn wir z. B. immitten des Sommers bei Insecten mit vermeint-licher einfacher Generation neben vollkommen ausgebildeten Insecten noch halbwüchsige Larven linden,die dann natürlich schon im vorigen Jahre gesetzt sind und erst im nächsten Jahre ausschlüpfen. Hiermufs ich noch der von mir angenommenen anderthalbigen Generation erwähnen. Es kommt nämlich vor,dafs Insecten entweder immer, oder nur in 2 auf einander folgenden für sie günstigen Jahren, 3 Brutenmachen, d. h. es dauert die erste Brut vom Frühjahre bis zum Nachsommer des ersten Jahres, die zweitevon da bis zum Vorsommer, und die dritte alsdann bis zum Herbste des zweiten Jahres, ln diesem Fallefindet man bald Larven bald Puppen im Winter. Zur Zeit eines grofsen Frafses kommt es aller auchvor, dafs die Insecten gar keine bestimmte Periode halten und dafs wir zu jeder Zeit Larven finden. Als-dann ist also beständige Aufmerksamkeit nöthig und es genügt nicht, in einem Raupenkalender oder ineinem Buche wegen der Entwickelungszeiten nachzusehen und danach Mafsregeln treffen zu wollen.2) Der Ort, an welchem sich das lnsect, und zwar wieder in verschiedener Entwicke-lung findet, ist eben so sehr zu beachten, weil nicht an jedem das Thier erreicht werden kann. Nurso lange es sich an oder unter der Erde, oder an den untern Baumgegenden findet, kann man es bequemvertilgen. 3) Auch der Frafs ist zu beachten. Bei allen schädlichen Forstinsecten (vielleicht nurmit Ausnahme der Spanischen Fliegen) werden die Larven durch ihren Frafs schädlich, bei den meistenKäfern und einigen Halbflüglern und Geradflüglern auch zuweilen das ausgebildete lnsect. Dabei ist eshöchst wichtig, nicht blofs die Nahrungspflanze zu kennen, sondern auch die befressenen einzelnen Theileoder Systeme derselben, so wie auch selbst die Jahreszeit, zu welcher der Frafs Statt findet. Danachtreten die wichtigsten Modificationen der forstlichen Bedeutung ein. Auch schon deshalb wird dieseBeobachtung belohnen, weil man durch sie gröfstentheils zum Namen des lnsects, wenn man dasselbenoch nicht kennen sollte, gelangen könnte, ln ihrem Frafse sind sie nämlich eben so characteristisch wiein der Bildung ihrer Fühler, Flügel u. s. f. Auch die nützlichen Insecten sind entweder blofs im Larven-