Band 
Erster Theil. Die Käfer.
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Erste Ordnung-.

Käfer oder Sclioidonfiügler, Coleoptern Linn. Eleutherata Fahr.

Chauactbuistik. Kann man einen zu bestimmenden Käfer zugleich nach der Flügelbildung, nachden Mundtheilen und der Metamorphose untersuchen, so wird man nie irren. Nie fehlen bei einemForstkäfer die Flügel ganz, wenn sie auch ungewöhnlich kurz erscheinen sollten. Immer sind dieobern (oder vordem) bedeutend härter als die untern, und überall von gleicher Substanz, in derRuhe stets auf dem Rücken in einer Längsnaht zusammenstofsend. Zuweilen fehlen die untern, alleindas bemerkt man meistens gar nicht, wenn man nicht ausdrücklich danach sieht. Die Mundtheile sindbeifsend, und wenn sie auch noch so klein sind, wie bei den Rüssel- und Borkenkäfern, so bleibensie doch immer vollkommen getrennt und lassen sich mit Nadel oder Messer einzeln herausholen.Etwas weitläufiger eharacterisiren wir sie noch kunstgerecht so: Vollkommenes lnsect. Kopf meistmäfsig, sehr hart, hornig, zuweilen nach vorn in einen hornigen Fortsatz (Rüssel) verlängert. Stirnund Scheitel, meist auch Kopfschild, deutlich gesondert. Nur 2 zusammengesetzte, nie unförmlich grofseAugen. Zuweilen auch (wie bei Anthrmus und Attayenm;) ein einziges, bald auf der Mitte des Scheitels,bald an der Grenze der Stirn stehendos Nebenauge. Fühler allermeist mit 11, selten mit mehr oder wenigerzahlreichen Gliedern, gerade oder gekniet, borsten-, faden- oder perlselmurförmig, gesägt, geblättert,gekämmt oder keulenförmig, kurz, lang oder sehr lang. Mundtheile beifsend. Lefze meist vorhanden,breit, lederartig oder hornig. Oberkiefer stets sehr stark, grofs oder zuweilen aufserordentlieh grofs.Unterkiefer an der Basis hornig, am Ende häutig oder lederartig, mit viergliedrigem, seltener dreigliedrigemTaster, neben welchem zuweilen noch ein innerer, zweigliedriger Taster, oder ein zweigliedriger, mehroder weniger tasterähnlicher Lappen. Lippe klein, fleischig oder häutig, mit zwei vorn (oder unten) oderau den Seiten eingefügten, dreigliedrigen Tastern, oft auch mit Nebenzungen. Am Rumpfe immer nurHalsschild und Schildchen, welche hornig und vorragend sind, bemerkenswerth. Der Hinterleib seinerganzen Breite nach mit dem Rumpfe verbunden, oben von den Flügeln verdeckt und daher hier weicherals an seiner untern freien Fläche, stets deutliche Ringe zeigend und öfter länglich als rundlich. DieBeine kräftig und hornig mit drei bis fünf, oft sehr breiten und unten (besonders bei einigen Männchen)weichen Fufsgliedern und doppelten Häckchen. Flügel allermeist beide Paare vorhanden: das obere(oder vordere), immer bei Forstkäfern vorhandene, wenn aucli zuweilen nur sehr kurze, meist sehr hartund horuartig, zuweilen aber auch lederartig (s. S. 13.), weicli und sehr biegsam, jedoch stets überall gleichuud in der Ruhe über den Rücken mit den Innenrändern an einander gelegt (eine Naht bildend).Die Oberfläche derselben durch Behaarung, Punktiruug, Streifen, Gruben und dergleichen (Skulptur)mannigfach verschieden. Das untere (oder hintere) häutig, geadert, in der Ruhe durch eine Querfalteau der Spitze sich unter das obere einschlagend. — Larven. Kopf stets deutlich, d. h. eia dunkler