Band 
Erster Theil. Die Käfer.
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Xylophaga.

Forstliche Bedeutung und Begegnung.

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aber immer mehr, wenn auch nur in der verschiedenen Anwendung eines und desselben, je mehr wir dieArten unterscheiden und ihre Naturgeschichte genauer kennen lernen. Es wird sich also auch von dieserSeite eine gründliche Arten-Kenntnifs belohnen. Das hauptsächlichste Mittel gegen alle besteht immer inder Vorbauung, d. h., abgesehen von der überall nöthigeu Erziehung gesunder, besonders gut (namentlichbei Fichten durch zeitige und öftere Durchforstung bewirkte) in den Wurzeln befestigter Bestände, in dersorgfältigen Entfernung aller brutbegünstigenden Gegenstände im Walde, also der Stöcke, Lagerhölzer etc.(s. typographus Leb. 11.). Da jedoch Umstände (wie z. B. Wind- und Schneebrüche, Mifsratlieu der Cul-turen in Folge widriger Witterungs-Einflüsse, gewisse lästige Servitute, welche das Überhalten von Ab-ständern, das Verwahren von Deputathölzern im Forste u. dergl. fordern) eintreten können und selbst beider geregeltsten Forstwirtschaft diese Entfernung so schnell unmöglich machen, so werden wir doch auchimmer von Zeit zu Zeit zu gewissen Vertilgungsmafsregeln schreiten müssen. Öfters fallen sie mit den gegenandre Insecten genommenen zusammen. So z. B. sind die Verheerungen, welche Bostr. Indens und Bostr. La-rieis so wie llyl. angustatus und ater auf Kiefern-Culturen anrichten, den durch Curculio notatm verur-sachten ganz ähnlich, ja alle diese vereinigen sich öfters an Einem Stämmchen und wir vertilgen sie daherzusammen durch Aufsreifsen und Verbrennen der Stämme. So lindet sich unter den llolzfressern B. chal-cographus fast immer mit B. typographus zusammen u. s. f., und diese vertilgen wir dann auch wieder ge-meinschaftlich. Ein Mittel, welches nicht genug empfohlen werden kann, besteht in der Anwendung derFangbäume. Sie belehren uns über die Menge der vorhandenen Borkenkäfer und liefern den gröfstenTlieil derselben in unsere Gewalt (s. typographus). Sie sind bei allen Nadelholz-Borkenkäfern, selbstden holzbohrenden, anwendbar, nur mit dem Unterschiede: dafs letztere die aufser der Saftzeit gefälltenvorzuziehen scheinen (s. Bostr. lineatus). Gegen Laubholz-Borkenkäfer sind Fangbäume aber unwirksam,denn einige (wie z. B. llyl. Fraxini) gehen gar nicht in sie, und andre (wie z. B. Bostr. monopraphus) solangsam und so spät, dafs sie schon defshalb ihren Zweck verfehlen. Fis ist daher noch eine wichtige Auf-gabe für den practischen F'orstmann, auch für diese F'angapparate zu erdenken. Jedoch darf man sich auchwieder nicht allein auf die F'angapparate verlassen, denn öfters gehen die Käfer dicht neben ihnen ste-hende und sogar ganz gesunde Bäume an, in denen sie, wenn man seine Aufmerksamkeit nicht überall hinwendete, sich ungehindert entwickeln und eine PHanzschule für andre Bäume bilden würden. Auchdarf man nicht unnöthig eine zu grofse Menge derselben fällen, weil dadurch die Untersuchung erschwertwird (s. weiter bei typographus). Fis versteht sich, dafs bei der Anwendung der F'angapparate haupt-sächlich die Entwickelungszeit in Betracht kommt, dafs wir nämlich dieselben nicht zu früh (in welchemKalle sie zu sehr vertrocknen) und nicht zu spät (wenn die Käfer schon wo anders angepflogen sind) ausle-gen, dafs wir sie zur rechten Zeit (wo möglich vor oder spätestens während der anfangenden Verpup-pung der Brut) entrinden und dafs endlich auch die Rinde sehr vor sichtig zerstört werde (s. typogra-phus Begegn.). Als F'einde der Borkenkäfer sind auch hier noch einmal die schon oft genannten Raubkä-fer zu erwähnen) ganz besonders Clerus forniicarius. Unter den Vögeln beweisen sich ohne Zweifel dieSpechte als die nützlichsten, obgleich man ihre Verdienste zu schmälern gesucht hat. Die Sache ist in-teressant und darum erwähne ich sie schon hier ausführlich. Hr. Thier sch nämlich (Forst/c. S. 21.) be-obachtete vom Spechte wie mit einem Spitzhammer eingehauene, wagerecht um den Baum in verschiedenerHöhe herumgehende Löcher, welche wir auch hier an der Kiefer öfters sehen, an, nach seiner Meinungganz gesunden, Fechten und hatte selbst Gelegenheit, den Schwarzspecht bei der Arbeit zu beobach-ten. Er vermuthet daher: der Specht sorge durch diese Verletzungen für den Anflug von Borken-käfern, wenn er in der Gegend brüte und lnsectenmangel fürchte, und fragt, warum der Specht dieLöcher so regelmäfsig mache, wenn er nach Insecten suche'? Die Regelmäfsigkeit der Löcherscheint mir aber noch nichts dafür zu beweisen, denn ich fand kürzlich wagerechte Reihen solcher