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Geistlichkeit theilt sich in die 3 Kapitel St. Gallen, Toggen-bnrg und Rheinkhal, und jedes derselben hat einen Dekan,einen CamerariuS, drei Senioren und einen Aktuar. Diekathol. Religionspartei hat einen AdministrationSrath zur Be-sorgung der religiösen, matrimoniellen, kirchlichen und klö-sterlichen Verwaltungs- und Erziehungsangelegenheitcn undder allgemeinen Fonds, welcher aus 15 Mitgliedern besteht,und von 3 zu 3 Jahren zum Dritkheil austreten und neugewählt werden muß. Im Kanton sind vier Mönchs- undeilf Nonnenklöster. Das kathol. Lycäum und das reform.Gymnasium zu St. Gallen sind beide vortrefflich eingerichtet,und in mehrcrn Städten sind gute, zweckmäßige Mittel-schulen Nicht nur der Bürger, sondern jeder im Kantonwohnende Schweizer , kann zu Militärdiensten angehaltenwerden. St. Gallen stellt 2630 Mann Kontingent zum eids-genössischcn Bundeshcer und zahlt 39,450 Schweizerfranken.Der Bestand der allgemeinen Brandversicherungsanstaltjbe-trug 1822, nach dem Schätzungswert!) im Ganzen für 45,74-5Gebäude, 26,278,679 Reichsgülden.
Gallel>, St., Bezirk, beschränkt sich auf die Haupt-stadt und ihre Vorstädte. Er enthält im Ganzen 1495Gebäude, die 1822 in der Brandvecsicherungsanstalt zu5,289,960 Gi. geschätzt wurden.
Gallett/ St./ das Bisthum, Ist 1823 förmlicherrichtet, und durch eine pabstl. Bulle genehmigt worden.Es umfaßt das kathol. Gebiet des Kant. St. Gallen, hataber den Bischof mit Chur gemein, der mit seinem Sitzzwischen Chur und St. Gallen, dessen vormalige Abteikirchsjetzt zur Kathedralkirche erhoben ist, abwechseln muß. DaSSt. Gall. Domkapitel, das von dem zu Chur ganz geschie-den ist, hak wie dieses die gleiche Anzahl Stiftskapikularen.Von den 15, aus welchen es besteht, residlren 7 zu St.Gallen und 8 werden, als Inhaber geistl. Benefizien ausserder Stadt, Zorenscs genannt. Das residirende Kapitel be-sorgt die Seelsorge bei der Hauptkirche, und sind ihm zurkirchlichen Aushilfe Kapläne zugegeben. Die Wahl der Dom-kapitularen steht bei dem Bischof und dem Kapitel, welcheunter sich monatsweise abwechseln, jedoch so, daß der zuErnennende dem kathol. AdministrationSrath nicht mißfallendarf. Bei derselben soll auf St. Gall . Diözesanbürger Rück-sicht genommen werden, die mit Klugheit und Eifer einerPfarre vorgestanden haben, oder die als Professoren derTheologie sich verdient gemacht und ausgezeichnet haben.Bon den 2 Dignitarien wird der Probst immer von demh. Stuhl, der Dekan kanonisch vom Kapitel erwählt. DerBischof hält für das Bisthum St. Gallen seinen besondernGeueralvikar, hat eine eigene bischöfl. Curia, nebst einemSeminarium. Als Grundkapital, aus welcher alle Besol-dungen und Ausgaben bestritten werden müssen, sind demBisthum 510,000 Gulden angewiesen worden.
Gallen, St/ Stadt, die Hauptstadt des Kantonsdieses Namens, liegt unter 27" 21' 30" der Breite und26" 57' 30" der Lange, 2090 F. ü. M. und 840 über demBodensec, an dem kleinen Flusse Steinach. Obgleich nurvon mäßigem Umfange, ist sie doch eine der größern Städte