Band 
Zweiter Theil, G bis O.
Seite
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Gampel, Nieder- und Ober-, zwei Dörfer, dieeine Pfarre von 240 Seelen bilden, im wallisis. ZehntenLeu?. Sie liegen nahe an der AuSmündung der Lonza indie Rhone . Der Boden dieser 1860 F. ü. M. liegendenOrtschaften wäre ergiebig, wenn man den Morästen Abflußverschaffen würde. Von hier führt ein Fußweg ins Lötschen-khal, ein anderer durch Gestrüpp nach dem Flecken und denBadern von Leuk

Gampelcn, Pfarrdorf an einem davon genanntenMoos, gegen den Neuenburgersee und am südwestl. Fußedes Julimonks, im bern . A. Erlach. Die Landstraße vonNeuenburg nach Bern führt durch diesen Ort, dessen Haupk-prodükt ein guter Wein ist. Seine Kirche ist eine alteStiftung, und das Schulhaus wird, wie in dem hier pfarr-genössigen Gals , auch als Spitalgebäude benutzt. Die Pfarrezahlt982 Seelen mit 3 Schulen, und zu derselben gehört nochdas alte Kloster St. Johann am Biclersee. Gampelen leitet,der Sage nach, seinen Namen von einem Lager des JuliusCäsar , her, wozu das lateinische Wort Campus, CampulusVeranlassung gegeben haben durfte. Bei einer 1770 zwi-schen diesem Dorfe und der Zihlbrücks veranstalteten Räumungdes Zihlbettes, und eines Kanals aus dem GampclenmooSin diesen Fluß, fand man einige Basreliefs und Münzenaus dem Zeitalter der Römer.

Gamseren, in der, zerstr. hinter Bäumen sich ver-bergende Bauerhöfe, in freundlicher Lage, im bern . AmtBurgdorf und zu Oberburg eingepfarct.

Gan decken, s. Gletscher.

Gandrio, Pfarrdorf im Kreise Pregassona und demteffin. Bez. Lugano . Es liegt am Lauiscrsee, im Busenvon Porlezzo , und ist steil am Berge St. Gotkardo gebaut.Seine großen Häuser geben ihm das Ansehen eines Städt-chens. Hier sind viele Oliven- und Kastanienbäume.

Gancy, eine schöne Alp, mit den Trümmern einesBadhauses, im Hochgerichte Schiersch im bünd. Zehngerich-tenbund. Das vormalige Badhaus wurde von dem danebenhinstürzenden Waldstrom, in den jetzt auch die stärkste derSchwefelquellen fließt, fortgerissen. Dieser wird der Ganey-bach genannt. Die Ganepalp ist 3260 F. ü. M. und 1s/r St.von Seewis oder 2 St. von Grüsch entfernt. Man kannvon hier aus die Sräsa-Plauna in 4 St. ersteigen. EinFußweg führt am Lunersee vorbei ins Montafun. In derNähe dieses vormaligen Bades, von dessen Wiederherstellung jetztwieder die Rede ist , wirbeln blaulichkerWetzschiefcr gebrochen,aus welchem man Rechentafeln macht, ihn auch zu Wetzsteinen fürRassiermesserschleift. Eben so werden hierum goldfarbige Mar-kasite gefunden, die schon manchen Unkundigen irre geleitet haben.

G ä N g 0 lb sch w ei l, beißen im Kanron Zug , auf derSüdseite des Zugersees, die Nachbarschaften Berchkwyl,Decspach, Holzhusern und Zwpern, welche nach Risch ein-gepfarrt sind.

Gansenrähn, einige Häuser in der appenz-ausserr.Gem Schwellbrunn.

Gau singen, Thai-, Dorf und Pfarre, zu welcherOber- und Uncerbeuren und Galten gehören, imKr. Meltau