Band 
Zweiter Theil, G bis O.
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und aarg. Bez. Laufenburg. Das Thal erstreckt sich von,Fuße des Gebirges bis au den Rhein , in einer Länge vonIh-r St. Es besteht aus zwei Pfarren: Mettau im Unter-und Gansingen im Oberthal. Gansingen , das Kirchspiel,zählt 101 Wohn- und 21 Nebengebäuden mit 880 Seelen.Das Gelände ist wohl angebaut, erzeugt alle Getreidearten,für welche, so wie für die Hanf-, Flachs- und Erdäpfel-pstanzungen, bei 800 Jucharten Land verbraucht sind. Auchlohnt der Weinbau beinahe noch reichlicher, als die Acker-kultur. Den 15. Oktober 1814 wurden 29 Wohnhäusermit allen Lernten ein Raub der Flammen und 257 Per-sonen dadurch ihrer besten Habe beraubt. Der damaligeverdienstvolle Pfarrer Brentano hatte sich bei diesem Brand-unglück als ein wahrer Vater gegen seine Gemeinde be-wiesen.

GanS malt, kl.'usergruppe in der Pf. Rechthaltcnund im freib. Stadtamt.

Ganten, Dörfchen mit 7 zerstr. Wohnhäusern, in derGemeinde Ebnat, im Kanton St. Gallen , worin-die^künst-lichen Webereien großer mit Blumen durchwirkten r^hlvalsdes Herrn Josua Hartmann bemerkenswcrth sind.

Ganlenaz, l a, Meiechof auf dem Berge von Lutry im Kanton Waadt . Dabei war ein alter Eichbaum, indessen Innern ein Tisch und mehrere Stühle stehen konnten.Er wurde vom Blitz getroffen und brannte ab. Bei derAusgrabung der Wurzeln fand man mehrere römische Alter-thümer.

Ganterisch, der, ein hoher Bergstock, dessen Gipfel7070 F. ü. M. erhaben ist, nordwestl. vom Stockhorn undsüdlich vom Gurnigel, im K. Bern. Ein Fußweg führtvon Weißenburg darüber hin nach Zreiburg und nachBlumcn-srein. Auf seiner nordwestl. Seite, 1 St. unter der Hohe,ist ein von den Landleuten stark besuchtes Schwefelbad, dashinsichtlich seiner Lage und Einrichtung wenig Empfehlen-des bat.

Ganterswyl, parit. Pfarrdorf von 44 Häusern und230 Einlv., im Kr. Mogelsberg und dem St. Gall . Bez.Untertoggenburg, si'h-h St. von St. Gallen . Es liegtzwischen der Thür und dem Neckar , welcher letztere Flußunweit diesem Ort in den erster» einsliefp, und kommt schonzu Anfang des 9 Jahrhunders in Urkunden vor. DerSage nach soll Friedrich, der letzte Graf von Toggenburg,die Kirche 1410 erbaut und dem h. Baptholomäus gewidmethaben. Wenigstens läßt der Kirchthurm auf ein hohes Alterschließen. Landbau und Viehzucht nähren die Einwohner.Die politische Gemeinde zählt 110 Häuser und 670 Seelen,und enthält noch Auzenweil, Berg, Bleiken , Bruderhalden,Bruderkobel, Buel, Geisberg, Hengarten, Landsau,Wilieswyl, Thai , u. a. Höfe und Weiler.

Ganther- auch Kantcrbrücke, die, an derSimplonstraße, im Walliserlande, oberhalb dem DörfchenRied, 4270 F. ll. M. Sie ist 80 Schritte lang, ein küh-nes Werk der Baukunst, und hat eine solche Stellung, daßihr kein Einsturz von Schneelauinen gefährlich werden kann.