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Zweyter Band.
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91
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2. Abschn. Formir. u. Rüst. d. Infanterie. 91

die Infanterie lederne Patrontaschen, um die Patronendarinnen gegen Regen und Feuer verwahren zu können.Die Kartuschen der Spanier und Franzosen warenkleiner, denn die lezteren hatten anfangs nur zehn Partronen bei sich, und zwanzig andere für jeden Mannwurden den Bataillonen auf besonders dazu bestimmtenWagen nachgefahren x ). Die Deutschen fanden dieseAnzahl nicht hinreichend; sie gaben ihrem Fußvolksgrössere Taschen, die sehr bequem vierzig Patronen zufassen im Stande waren y ). £>iefe Zahl gemeinschaft-lich mit den, welche sich im Patronenwagen befanden,waren nun schon hinreichend, um ein für jene Zeitsehr lebhaftes Feuer zu unterhalten.

Um bei üblem Wetter dennoch ihre Flinten gebrau-chen zu können, führten die Französischen Frei ^Kom-pagnie!! it! öftsilll Zeiträume einen <&ad von rauchemLeder, wie die Büchseiiralizen der jetzigen Jäger, wor-ein sie die Kalbe und das Schloß ihres geladene» Ge-wehres steckten. Auf diese Weise blieb das Zündkrautimmer trocken, und die Soldaten waren nach einemmehrstündigen Marsche im heftigsten. Regen dennochim Stande, sogleich Feuer zu geben.

§. 70.

Zu demselbenEntzweck führten Friedrich Will-Helm der Erste, König von Preußen und Leopoldvon Dessau, die beide in dem Bestreben zusammentrafen: das Preußische Heer zu etwas ausserordcnkli-chem zu bilden, die eisernen Ladcstöcke anstatt der nochüberall gewöhnlichen hölzernen ein, die in der Ueber-öilung und in der Verwirrung deö Gefechts leicht von

dem

x) Quincy Art de la guerre p. 76.

y) Sta Cruz. Des Campagnes cap. 7.