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Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

§. IO8.

Von den sich in Konstantinopel aufhaltenden Komrpagnien waren wieder einige bestimmt, den Sultan zubegleiten und seine Leibwache zu machen; während anrdere blos Militärdienste leisteten. Die Stärke dieserKompagnien war sehr verschieden, und stieg von hun-dert bis zu Sechshundert Mann, die im Frieden zu-sammen wohnten und im Kriege unter Einem Zeltelagen. Die Offiziere einer solchen Kompagnie warender Zorbagy oder Hauptmann, der Oda Baecyoder Lieutenant, der Vekil Chares oder Quartier-meister, der Baictactar oder Fähnrich und derBas Esky oder Führer; endlich der Ascigi oderKoch.

Der General oder Ober-Befehlshaber der sämmt-lichen Janizaren wardcrAga — Jenizer Agasy —der ein unbeschränktes Ansehen hakte, und oft selbstdem Sultan fürchterlich ward. Unter ihm standendie Anführer der beiden andern Divisionen: der Sey-wen Bassy und der Chiaja Begh, so wie derJenizer Essendi, der den Auditeur darstellte, undau gewissen Tagen zu Gericht saß.

§. 129.

Das Gewehr der Janizaren bestand feit der Ein-führung des Fcucrgewehres in einer Muskete mit demLuntenfchloß, die eine Kugel von 2 bis z Loth Bleischoß; einem Säbel; einem langen Messer und einemPistol im Gürtel. Seit dem Ende des SiebenzehntenJahrhunderts fiengen jedoch auch viele an, Flinten zuführen, die sie entweder im Kriege mit den Christenzufällig bekommen oder auch von leztern erkauft halten.Um sie sowohl im Gebrauch dieses Gewehres zu unter-weisen.