z.Abschn. Einlicht. u. Rüst. d. Kavallerie. 125
weisen, als überhaupt ihren Körper abprhärten undzum Kriegshandwerke geschickter zu machen; hatteAmu rar h die schon oben erwähnte Pflanzschnle er-richtct, die während des gegenwärtigen Zeitraumes aus4012 jungen teuren (Agcmoglans) in 4go Kompag-nien oder OdaS vertheilet bestand. Sie wurden zuDen härtesten Arbeiten bei den Kaiserlichen Bauren ge-braucht, lernten das Schmiede-Handwerk, mußtenden Schiffszimmerlenten helfen, und endlich auf denKaiserlichen Fahrzeugen Matrosen - Dienste verrichten.Ihre Hauptleute — Ciorbagy — standen unter demOberbefehl des Gouverneurs von Konstantinopel.
§. 110.
Ursprünglich zu einer Akt Leibwache des Sultan«bestimmt, erhielte» die Janizaren den Namen Ca-pital»), weil sie sich stets bei der Pforte (Capy)d. h. dem Aufenthaltsorte des Sultans befinden sollten.Unter Solymannö Regierung veclohren sie zuerstdieses Vorrecht, denn obschon er nicht selbst mit zuFelde zog, befahl er doch dem Aga Kifil AlasstMir dem größten Theile der Janizaren zu dem Groß-vizir Sinan Ba scha zu stossen. Lezrerer aber er-laubte sich einen zweiten Eingriff in die Rechte diesesKorps, indem er den Aga bei seiner Ankunft absichleund einen andern an seine Stelle ernannte, das dochnur unmittelbar von dem Sultan geschehen sollte.Weil man in der Folge bemerkte, daß diese Truppen-art dem Sultan selbst von Zeit zu Zeit gefährlicherzu werden anficng, und ihm stolz auf ihre Privilegiennicht selten Gcsehe vorschrieb; ricrh der GroßvizicKiuperly dem Sultan Mahomet IV. das An-sehen, worinn sie stand, in Etwas zu vermindern. Mansieng in dieser Absicht an, die Kriegszuchr einschlafen