z.Abschn. Emricht. u. Rüst. d. Kavallerie. 127
Ut, deren jede in Absicht des Dienstes und der Manns-zucht unter ihrem Oda-BaScy stand. Endlich wurdenauch noch die übrigen Handwerker, Zimmerleute u.s. w. mit zur Artillerie gerechnet, die Gebegysausgenommen, die sechshundert und dreißig an derZahl, in Sechzig Brigaden vertheilet, unter einembesondern Befehlshaber standen, und die Reinhaltung,Verwahrung und Austheilung des im Zeughause zuKonstaittinopel befindlichen Gewehres über sich hatten.
§. m.
Weil die Janizaren sowohl zu Besetzung der Grenz-festungen in Kriegszeiten als zu dem Felddienste nichthinreichten, ward noch ein zweites Korps Infanterieorganisiret, und zum Unterschied des vorerwähntenSerurculy genannt. Man bezahlte diese Infan-terie nur, wem, man ihrer benöthiget war, und zwarmußte dies von den Baschen selbst geschehen, zu wel-chem Ende jedem Beglerbegat oder Gouvernement ge-wisse jährliche Einkünfte angewiesen waren. Hier be-setzten die Baschen die Befehlshaberstellen durch die,welche ihnen am meisten dafür bezahlten, oder durchihre Günstlinge, und bestraften auch die Verbrechernach eigner Willkür. Diese Art Miliz zerfiel in fünfUnter-Gattungen: die Azzaps, die Jsarelys,die SeymenyS, die Lagumgys und die Mu-sel lims.
§. n;.
Die Azzaps bildeten, wie eben gesagt, eineMiliz, die blos aus LandeSeingebohrnen desBeglcrbc-gatS bestand, zu dem sie gehörte. Sie kleideten undbewaffneten sich daher auch der Sitte ihrer Provinzgemäß, die aus Buda (Ofen) zum Beispiel giengen
Ungar