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Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

Ungarisch gekleidet, trugen eine mit Pelz verbrämteMühe und führten eine Flinte oder Deutsche Büchseund einen Säbel, so daß man sie gewöhnlich nicht vonden Christlichen Ungarn unterscheiden konnte. Siewaren gleich allen Türkischen Truppen in Oda's grtheirlel, deren Zahl der Zahl der Wochen-Tage gleich, de-ren Stärke hingegen unbestimmt war. Ihr Oberbe-fehlshaber war der Azzap - Agasy, der den Kia-tiby eine Art Musterschreiber unter sich hatte. An-statt der Fahnen führte» sie einen Roßschweif an einerStange, die oben einen Knopf von vergoldetem Kup-fer halle.

§. 114.

Die Jsa rely's wurden anstatt der Topey'sin den Grenzplähen bei dem Geschütz gebraucht, undstanden unter dem Topey Agasy, einem aus Kon-stanrinopel abgeschickten Artillerie-Offizier, der seiner-seits von den Befehlen des Baschas abhieng. Siewaren nicht in Kompagnien getheilet, sondern ihreZahl ward durch die Menge des Geschützes bestimmt,wo man auf die kleineren Geschütze Einen, auf dieGrösseren hingegen zwei Mann berechnete. Beide,die Azzaps und die Jsa rely's waren zwar ur-sprünglich nebst den Janizaren zur Besetzung derGrenzplähe bestimmt; allein auch sie waren in demLaufe eines blutigen Krieges dazu nicht hinreichend,und weil man in den Provinzen, vorzüglich in Ungarn,nicht genug Eingebohrne aufbringen konnte, mußte mandie fehlende Zahl durch freie Werbung ersehen, indemman mit den Häuptern der Gebirgsbewohner vonBosnien und Albanien Kontrakte schloß und vierzigbis sechzig Thaler für jeden Soldaten zahlte, den siezur Armee brachten. Sie durften dafür nur drei oder

vier