Band 
Zweyter Band.
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3.Abschn. Elnri'cht. u. Rüst. d. Kavallerie, izi

rien angewiesen erhielt, und ihn dann in ihrer Kam-mer oder in ihrem Zelte unter sich vertheilte. Sie er-hielten jedoch nicht ihren ganzen Sold baar, sondernein Theil ward zur Kleidung, ein anderer zu weißbaumwollenem Turban-Zeuge, und endlich ein dritterzu Fleisch, Butter, Gemüse u. s. w. einkassiret.

§. 119.

Wir kommen nun zu der Türkischen Reuterei, dieebenfalls in vier Hanptabtheilungen zerfällt: die Erstebestehet aus der Capiculy, bekannter unter demNamen der Spähis, die im unmittelbaren Soldeder Pforte stehet. Sie ist hauptsächlich zur Leibwachedes Großfnltano bestimmt, und ihre Zahl belief sichzu Anfange des Achtzehnten Jahrhunderts auf > 5248-Man unterschied sie in UlufelyS oder Alte SpahiSund Chiaus. Jener gab es wieder zweierlei Gat-tungen : den Linken und den Rechten F i ü g e l.Ersterer begriff das ganze Korps Kavallerie in sich,das schon zu Osmanö— des Stifters der TürkischenMonarchie — Zeiten eristirte. Dies waren damalsdie einzigen Truppen, die unter feinen Fahne» fochten.Um sie für ihre Dienste zu belohnen und um zugleichdie Soldaten linder unter zu bringen, organisirte Marhomet der Zweite ein neues Korps Reuterei, daser mit dem Namen des Rechten Flügels belegteund dem er zur Unterscheidung eine Rorhe Fahne gab,während der L i n k e F l ü g e l zum Zeichen seines Alter-thums eine Gelbe Fahne führet.

§. 120 .

Lezterer begriff wieder drei besondere Arten in sich:die BujukS oder Almosenpfleger, weil es ihnen zu-kommt, auf dem Marsche die Almosen des Sultans

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