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V. Zeitraum.
nach ihrer Einführung immer in zwei Zügen auf diebeiden Flügel ihrer Bataillone gestellt; bei den Frau-zosen hingegen deckten ste ganz den Rechten Flügel desBataillons, auf dem Linken aber stand ein, aus allenKompagnien gezogenes Piguet von Fünfzig Mann *).
§. iZ6.
Wenn im Laufe des dreißigjährigen Krieges dieBataillone oft aus Mangel an Leuten kaum ein Drit-theil ihrer ursprünglichen Starke haben konnten; warren sie dafür beweglicher und zu den ManoeuvreS gerschickter, als jene ungeheueren Schlachthaufen von eirnigen Tausend Mann, wie man sie vorher und auchin der Folge noch bisweilen — aus Schlendrian —auf zu stellen pflegte xx ). Dies war in der Folge eineHauptursache: die Stärke der Bataillone überhauptherabzusehen, denn sie betrug zu MomekukuliSZeiten nur ifoo; gegen Anfang des AchtzehntenJahrhunderts aber allgemein nur 600 bis 800 Feuer-gewchre. Ein zweiter, nicht minder wichtiger Beweg-grund war die Nothwendigkeit, mehrere Offiziere indie Fronte zu bringen und zu dem Ende mehr Abthei-lungen zu machen, um die Gemeinen in Ordnung zuerhalten, daß sie nicht vor dem ihnen aus der Fernezugesandten Tode zurück wichen. Schon der grosseGustav Adolf halte diese Nothwendigkeit erkanntund darauf hin gearbeitet; sie ward aber mit jedemJahrzehend fühlbarer, so wie das Geschüh sich ver-wehrte und seine Wirkungen sich vergrösserten und wie
über-
x) Quincy Art de la guerre p. 95.
xx) 1683 in der Musterung bei Wien formirten das Stah-renbergische und Souchische Negiment ein Da»taillon von 30 Fahnen, die gegen 6000 Mann betrugen.Theatr. Europ. Bd. XU. S. zrp.