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Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

§. H3- :

Die Bewegungen der Reuterei schränkten sich beiden meisten Armeen, wie die der Infanterie auf Oeffnen •und Schliessen der Glieder und Reihen, auf die Durplirunaen und auf einige wenige Schwenkungen — IMit Ganzen, Halben und Vierthcils. Eskadronen und ;Mit Vieren — ei». Alle diese Bewegungen gcschar 'hen — besonders bei der Kaiserlichen Kavallerie — nur !langsam im Schritt oder Trabe; das was man gegen, jtvärtig unter dem Chok verstehet, ein rascher Angriff jim vollen Jagen, gehörte unter die unmöglich geglaubrten Dinge, und Montekukuli befahl seiner schwerren Renterei im Treffen bei St. Gollhard: sich nie \von der Infanterie zu trennen, sondern mit dieser gleirchen Schrittes auf die Türken los zu gehen. Nur dieleichte Reurerei sollte durch die Intervallen den siiehenrden Feind verfolgen, so bald er sich aber ihr entgegen •sehte, wieder zurück gehen '). Fast dreißig, Jahre ;später gab Ludwig von Baaden einen änlichen ;Befehl: die Kavallerie nie schneller anrücken jtu lassen,als daß dieJnfanrcrie bequem mit ihr zugleich verrückenkönne k ). Bei den Franzosen geschahen die Bewer -gungcn der Kavallerie etwas schneller, am schnellstenaber bei den Schweden unter Karl demZwölften.Durch die Beschaffenheit des Kriegs - Theaters wiedurch die Verfassung seiner Feinde bewogen: seine größ-te Stärke in der Reutcrei zu haben; sparte dieserMonarch keine Mühe, sie zu üben und auf einen mög-lichst guten Fuß zu setzen. Er verfertigte zu dem Endeim Winter des Jahres 1707 ein neues Exerzier-Reg-lement für die Kavallerie, worinnen vorzüglich die

Evor

i) Montecuc. üb. 3. cap. 4.

jc) De Ligne Meraoir. für les Campag. du Pf. Louis deBaaden 1795. 8. Tom. I. p.48.