Band 
Zweyter Band.
Seite
151
JPEG-Download
 

4- Aöschn. Stellung und Bewegung. 151

Evolutionen besser bearbeitet waren, als vorher; ebendadurch erhielt es auch den Beifall aller älteren Gene-rale ' >. Daß sein Bestreben nichk vergebens war, beweistder fast immer glückliche Erfolg seiner Kavallerie - Ge-fechte; wie rasch sich aber die Schwedische Reurcrei be-wegen mußte, laßt sich leicht daraus beurtheilen: daßder König 1727 bei der Revue eines Kavallerie-Regstmeutes zwei Pferde rod ritt m ),

§. ' 44 -

Weil die Rotten der Kavallerie während diesesZeitraumes gewöhnlich nicht ganz geschlossen standen;konnten auch die Franzosen ohne weitere Vorbereitungauf- und absitzen. Allein, immer war ein Gedrängedabei unvermeidlich, das diese Bewegung sehr verzö-gerte und leicht Unordnung verursachte. Die Spanierund Deutschen führte» deswegen das Auf» und Absitze»nach der jezt üblichen Weife ein, so daß immer derzweite Mann um eine Pferdes Länge heraus rückt, sobald aber aufgesessen ist, sich alles wieder zusammenschließt.

§. ' 47 -

Bei der Aufstellung ganzer Heere in Schlachtord-nung befolgte man zwar im allgemeinen die Regel: dieReuterei auf die Flügel und das Fußvolk in die Mittezu setzen; doch fing man an, die Schlachtordnung mehrdem Terrain anzupassen, wodurch sehr häufige Aus-nahmen von jener Regel vorfielen. So finden sichwährend dieses Zeitraumes öftere Beispiele: daß dieKavallerie und Infanterie untermischt standen, oder

daß

i) Hist. railit, de Charles XII. P. II. p. 449.m) ib. lll. p«. 156.