4. Abschn. Stellung ünd Bewegung. iLZ
der berühmten Schlacht bei St. Gotthard befolgte').Gegen einen Feind, der das Feuer scheuere, wie dieTücken und Russen, war diese Stellung ohnstreiligsehr vortheilhaft, und am geschicktesten, die wüthen»den Anfälle der feindlichen Rencerei zurück zu schlagen,weil die eigne Kavallerie sich hier in Nichts einlassendurfte, sondern blos mit der Infanterie zugleich Schrittvor Schritt anrückte. So bald hingegen auch sie thä-tig sein, und mit einem lebhaften Chok auf den Feindloö gehen sollte; 'waren die zwischen ihr stehendenMusketier-Pelotons offenbar unnütz, und eine leichteBeute des Feindes, wenn es ihm gelang: die Kavalle-rie zurück zu werfen, der sie zur Unterstützung dienensollten.
Mehrere Feldherren sicngen daher an, diese Stel-lungsart zu verlassen, und anstatt ihrer eine anderezu wählen, bei der jede Gattung Truppen gehörigwirksam sein und ihre Bestimmung erfüllen konnte.So unterstützte zwar Luxemburg in der Schlachtbei Fleurüö »690 seine auf den Flügeln stehende Ren-terei durch Infanterie-Bataillone; allein, diese warennicht einzeln vertheilt, sondern standen beisammen undhatten Geschütz vor sich, folglich war ihre Existenz —bei der defensiven Stellung des Prinzen von Wal-deck — ganz unabhängig von den Bewegungen derKavallerie c ).
Bei Steinkirchen waren beide Feldherren zu sehrvon dem äusserst koupirten Terrain beschränkt und eslag dem Prinzen von Oranien daran: blos seine In-fanterie zum Gefecht zu bringen, weil sie geübter und
durch
*) ib. lib. 3. cap. 4.
t) Fcldzüge des Marsch, v. Luxemburg l. S. §l. folg,
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