4. Abschn. Stellung und Bewegung. 161
an Bravour sehr oft nicht nachstanden. Im Treffenbei Clissow z. B. sezre sich der General Wekling mitnicht mehr als vier Schwadronen der ganzen Sächsi-sche» Kavallerie entgegen; eine fünfte Schwadron abeeschwenkte sich während des Angriffes jener in die Flanrque, und sie ward geworfen p). Einen noch grösserenBeweis ihrer Ordnung und ihrer ihnen damals nurallein eigenen Leichtigkeit: jede Bewegung auszuführen,gaben die Schweden 170s bei Geinauerthof. Hier wardas Erste Treffen durch die wiederholten unordentlichenAngriffe der Russen aus einander gekommen; deshalblies der General Löwen Haupt den Linken Flügelunter stetem Feuern aufmarfchiren und Eine Linie forrMiren, während die Kavallerie diese Bewegung deckte.Der zu weit vorgedrungene Rechte Flügel machte hier-auf Halt! und erwarlctechcn Linken, der sich an ihnanschloß, daß die ganze Armee nur in Einem Tref-fen stand.
§. M4-
Auch die besseren Französischen Generale waren mitder Manöuvrir-Kunst nicht unbekannt: der grosseConde" wandte im Gefecht bei Lenz das Durchziehender Treffen auch bei der Meuterei an, das schon dieSchwedische Infanterie in der Schlacht bei Witstockausgeübt hatte; und Luxemburg besiegte den Prin-zen von Waldeck bei Fleurüs hauptsächlich dadurch,daß er ihn rechts tournirte, und mit der Kavallerieseines Rechten Flügels, durch Fünf Bataillone undNeun Kanonen unterstützt, ihm in die Linke Flankefiel q ). Es scheint jedoch, als sei der Soldat nicht
geübt
^>) ib. Tom. l. p. 2Ü8.
q) Feldzüge des Marsch, v. Luxemburg I. S. gr.
Hoyer's Neuere Ariegek. H. Th. 1