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Zweyter Band.
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V. Ze itrau m.

geübt genug gewesen, die Entwürfe der Generale aus-zuführen. Im Felde blieb wegen des gewöhnlichenDienstes keine Zeit zu solchen Uebungen übrig; imFrieden aber und in den Winterquartieren waren dieOberbefehlshaber immer nur in der Hauptstadt; vieleRegimenter wurden von Hauptleuten kommandiret —von den ebenfalls die grössere Anzahl abwesend war,und niemand sorgte dafür, daß die Soldaten etwasmehr als die gewöhnlichen Handgriffe mit dem Ge-wehr lernten. Der Marfchal Villars beklagt sichin seinen Briefen an den Kriegsminister Chamilrlard bitter darüber, und sagt: die Inspekteure be-gnügten sich blos: die Leute nach Zollen zu messen undBestandtölisten zu verfertigen, anstatt die Bataillonewöchentlich einige male manöuvrircn zu lassen ').

§. isf.

Noch weiter waren hierinnen die Deutschen Sol-daten zurück. Zwar sehten sie in den wüthendsteu An-fällen der Türken und Franzosen einen nie zu erschüt-ternden Muth, eine sich immer gleich bleibende Kalt-blütigkeit entgegen. Beide, verbunden mit ihremäusserst lebhaften Feuer machten es dem Feinde schwer,die einer ehernen Mauer gleichende Linie zu durchdriurgen. Sobald es hingegen darauf ankam: einem küh-nen

r) ^nquetil Vie du Marech. de Villars Tom. I. p. 127.und 130. Offiziere und Soldaten, sagt der Marschallan einem anderen Orte, haben über den Krieg das Krieg«führen vergessen. An Math fehlt es ihnen nicht; wohlaber an Dicnsteifer; an Mannszucht; an der Kunst: sichgegen Beschwerlichkeiten abzuhärten und Hindernisse zuübersteigen; an der Geschicklichkeit: gute Marscheniwürfezu mache» und sichere Stellungen zu wählen; mit einemWorte: sie haben das nicht, wa< man KriegerischenGeist nennen könnte.