4. Abschn. Stellung und Bewegung. 169
Der Marschai Luxemburg zog gewöhnlich zu die-sem Eutzweck fünfzig Mann aus jeder Jnfanlerie.-Bri-gade und zwanzig Alaun aus jeder Kavallerie-Briga-de. Eben so hielt man es auch bei den Deutschen,wo der Prinz Ludwig von Baaden 1689 be-fahl, blos die unberitteneu Kavalleristen und die Be-dienten zur Aufsicht bei dem Gepäck zu lassen, umnicht die dienstfähigen Leute im Gefecht entbehren zudürfen
§. i6z.
Die Türken waren in der Kunst zu marfchiren nichtganz unerfahren. Die Marschordnung ward allezeitdurch einen schriftlichen Befehl des Großveziers oderSecaskierö bestimmt. Dann giengen die Mnfel-limö voraus, um die Flüsse mir Brücken zu verse-hen, die Wege auszubessern und von Viertelstunde zuViertelstunde durch aufgerichtete Erdhaufen den Marschder Armee zu bezeichnen. War man sicher vor demFeinde, gieng die Infanterie, oft in mehrere Haufengetheilet, einige Tage voraus, der dann die Neuterei,ebenfalls nach ihrer Bequemlichkeit in unordentlichenTrupps folgte. In der Nähe des Feindes hingegenhielt sich das Heer mehr zusammen, die Capiculyzu Fuß mit den Seratkuly vermischt, doch dieJanizaren in ihre Kompagnien vertheilt mit ihren Of-fiziers an der Spitze. Das Geschütz befand sich beider Infanterie, und die Flanken der letzteren warenseit dem Feldzuge von 1696 durch die Equipage-Wa-gen gedeckt, aus den man bei einem bevorstehendenAngriff eine Wagenburg formirte. Der Marsch der
Armee
w) De Ligne Memoires für les campagnes du kr. Louisde Baade I, p. 53,