4- Abschn. Stellung und Bewegung. 17.5
die auf einmal acht Ochsen faßten; allein, sein Todunterbrach diese großen Entwürfe so wie alle Erobc-rnngsplane des rastlosen Ministers 8 ). In der Folgeverließ man sich zu sehr auf die KriegS.-Koinmiffarienund Unternehmer, die oft nicht gehörig für die Margazine sorgten, so daß die Armee in den größten Man-gel geriech. Die Soldaten verkauften oder verpfände«ten Kleider und Gewehr, um nur leben zu können.Villars mußte immer die Nacht hindurch für den.folgenden Morgen mahlen und backen lassen; und umden marschirenden Brigaden Brod auf den Weg gerben zu können, mußte» die im Lager zurück bleibendenfasten h ). Noch schlimmer gieng eS im Feldzuge desJahres i7to; wo die Französischen Soldaten beinaheNichts zu essen hauen, und halb nackend gieuaen.Sie deftrtinen daher Haufenweise und selbst die Offi-ziere giengen nach Hause, nachdem sie ihre Kleiderverpfändet hauen, um nur unlerwegeö nicht betteln zudürfen ').
§- 170.
Die Lazareth-Einrichtung bei den meisten Heerenwar sehr schlecht bestellt; besonders halten die Kaiser-lichen gar keine Aerzte und selbst nur wenig gute Wund-ärzte im Gefolge der höheren Offiziere. Bei ihremRückzüge 167; ließen fie dreihundert Kranke in Bie-berich, einem Dorfe bei Mainz, ohne Arznei, ohneGeld, und selbst ohne Brod, als was ihnen die Land-leute aus Mitleid reichten. Nur ein Einziger elen-der Wundarzt war zur Aufsicht über sie zurück geblie-ben k ). Besser ward die Krankenpflege in dem Acht-zehn»
g) Fcuquieres I. 37.
h) Vie du Marech. de Villars T, II. p. 30. seq.
i) Vie du Marech. de Villars T. II. p. 157.
k) Lettrcs etMemoir. de Turennc T. II. p, 430.