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5. Abschn. Kriegszucht.
auf die Wacht gegeben, wo sie auf den Wällen herumgiengcn, und bei der natürlichen Wachsamkeit dieserThiere hinlänglich gegen jeden Ueberfall sicherten. Siebegleiteten nicht minder die anö den Festungen abgerschickten Parrhcicn, um den Feind auszuspähen,wenn er irgendwo ein Versteck gemacht harte ").
§. 183.
Um dem stehenden Soldaten auch in Friedenszei-ten mehr Beschäftigung zu geben, als er durch diegewöhnlichen Wachten halte; fiel man daraus: ausserdem täglichen Exerziren auch den höchsten erreichbarenGrad von Putz von ihm zu fordern. Am höchstentrieben es anfangs hicrinnen die Preußen und dieFranzosen: alles Metall an ihrem Gewehr mußte wieein Spiegel glänzen, die Patron-Tasche, Säbel-scheide und der Schaft der Flinte mußte gewichst unddas Überzeug mit Thon weiß gemacht werden. Zu-gleich wurden die Haare mit dem kürzlich aufgekomme-nen Puder eingepudert. Die Oberbefehlshaber ge-fielen sich: wenn sie ihre Untergebenen so geputzt vorsich sahen; dadurch wurden der sogenannten Pa-raden immer mehr, daß sich zwischen ihnen — dennjezt ward selbst baö tägliche Exerziren zur Parade ge-macht — und den Vorbereitungen dazu das Leben desSoldaten theilte.
§. 184.
Bei aller Sorgfalt, die Ludwig der Vier-zehnte auf die Ausbildung seiner Truppen wandte,setzte ihm dennoch immer die Französische Frivolitäteinen Damm entgegen, den Friedrich Willhclmbei seinen an blinden Gehorsam und eine fast bis ins
Klemr
v) St\ Crut. Des Marches. cap. 7.