Band 
Zweyter Band.
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V. Ze itrau m.

Kleinliche gehende Genauigkeit im Dienst gewöhntenPreußen nicht zu übersteigen hatte. Kaum rückten dieFranzosen in die Winterquartiere; so eilten alle Hörhere Befehlshaber der Hauptstadt zu. Kein Oberster,kein Brigadier blieb bei der Armee; selbst die meistenHauprleuce entfernten sich, und mehrere Regimenterwurden von LeumantS kommandirr w ). Nothwendigmußte der Dienst sehr dadurch vcrlichrcn, wirklichrissen immer die größten Unordnungen ein, die Vilr1 a r S durch die äusserste Strenge kaum abzustellen verrmochte. Der Kontrast gegen die Schweden und Preursie» ist hier zu auffallend, als daß man nöthig hätte.Die Leser aufmerksam darauf zu machen.

§. i8s.

Der Hauptgrund dieser Mißbräuche bei den Fran-zosen lag wohl vorzüglich mit in der Verkauflichkeitder Ofsizierstellcn, wo vom Hauptmann an alle Be-fehlshaber junge Leute von Geburt und Vermögen wa-ren, da es im Gegentheil den ärmeren nur selten ge-lang, sich über den Major hinaufzuschwingen. ZumBeweis will ich nur die Preise der Befchlshaberstcllenbei der Gensd'armcric hier anführen *) : dievier ersten Kompagniecn kosteten jede 52202 Thaler,die übrigen viere aber 42222. Eine LicutenantSstclleward um 82222 LivreS, cineFähnrichsstelle um 62222Livreü und eine Fahnjunkcrsielle für 40222 LivreS ver-kauft. Bei den Schweden und Deutschen fand diese Sittenicht statt, eben so wenig als bei dem eben erst orgarnisirten Heere der Russen, wo Peter der Großedas Verkaufen der Befehlshabcrsicllen durchaus nichtgestattete.

§.186.

w) Vie du Marech. de Villars T. I. p. 127 % II. a. and. 0.

y) Quincy l'art de la guerrc p. z8q»