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V. Zeitraum.
geändert. Die Gemeinen wurden mit Arrest — bis-weilen geschlossen — mit Stockschlägen oder Fuchtelnund mit Spitzrnthen bestraft, die nun allgemein zuwerden anfiengen, nnd für die bei der Reutcrei dieSteigriehmcn eingeführet wurden. Erschiessen und Derkolliren waren die gewöhnlicheren Todesstrafen; dochwurden die Anöreisser und Marodirende immer gehanrgen. Mangel an Muth und Entschlossenheit wardnoch als ein Kapitalverbrechen angesehen; man warnoch nicht so pachfichtig gegen Etwas, das man in denspäteren Zeiten oft mit dem philosophischen Namen einesNaturfehlcrs entschuldiget; denn man gieng von dem ansich kcineswegcs unrichtigen Grundsätze aus: daß ein Berfehlshaber lieber seine Stelle niederlegen müsse, wenner sich nicht geschickt fühle, mit Verachtung aller Tordcögefahr jedem Ereignisse die Stirne zu biethen.
Der Fränkische Kreis-General-Lieutenant vonHeydersdorf hatte 169z das Heidelberger Schloßohne Gegenwehr übergeben. Sobald er bei dem Kai-serlichen Heere ankam, ward er arrcciret, seiner Stelrle entsezt, auf dem Schinderkarren vor der Fronte desLagers hinunter geführet, und alsdenn fortgejagt.Alle feine Gürher wurden eingezogen "). Ein gleichesSchicksal harte 1707 auch dcrKommandanc des FortsExillcs, er ward durch den Nachrichter Ehrlos ge-macht, und mit Confiscation seiner Güther zu ewi-gem Gefängniß vernrtheilt ^). Ja, der EnglischeGeneral-Major Ellenberger verlohr 1695 wegender Uebcrgabe von Dirmuydcn den Kopf; drei Ober-sten , Lesley, Graham und Anor, die im
Kriegs-
a) De Ligne Memoir. für les Camp. de Louis da Baade
t> p- 133-
b) Vie du Marech. da VÜlars T. 2 . p. 16 .