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Zweyter Band.
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5. Abschn. Kriegszucht.

und schleppten dic Bürger als Sklaven mit sich fort,nahmen auch aus der Gegend von Ä^ohilom über 102Wagen, mit Kindern beiderlei Geschlechts veladenmit, um die wüsten Ländereien durch sie zu bevcl-kern ^).

§. 189 -

Die nächste und nothwendigste Folge einer st)herabgesunkenen Disziplin war die Desertion, durchdie sich der Soldat alsdann der gebührenden Strafeseiner Vergehungen zu einziehen suchte. Man wardeshalb genöchigel, selbst auf die — vorzüglich beiden Spaniern und Franzosen —sehr gewöhnliche Deser-tion von einem Regiment zu dem andern im Jahr >66sdie Todesstrafe zu sehen '). Fast alle Jahre wurdendiese Befehle, bald mit mehr, bald mit wenigerSchärft wiederhole^ ,md nach einer Verordnungvon, Jahr 1684 wurden allen Ausreißern ohne Unter-schied vor der Fronte des Regimentes Nasen und Oh-ren abgeschnitten , sie auf beide Backen gcbrandmarkt,und dann auf die Galeeren geschickt m ). Um diesUebel zu verringern, bezahlte der Spanische General-Kapitain, Prinz P i o, für jeden eingebrachten De-serteur Zehen Thaler Kartelgeld; ja, Chamilli? ftz-tc das leztcre in Frankreich bis aiif Fünfzig Thaler ").Beides bestätiget des Marchefe von St". Cruz Be-hauptung : daß in jedcru Feldzuge die Armee» durch dieDesertion allein über die Hälfte verringert worden ").

§. 190.

k) Hist. i!c Pierre lc gram). 3; p. 267.

l ) Reglern, ct Ortlonnatie. Tom.I; p. ZQZ.

1») Giilonnaucc du '"e Decbr. 1684.

n) Theatr. Europ. T. XII; p. 511.

o) Reflex, milit. y eolitic. T. III; Seri. I; cap.jOi

«^eyet-’ß Vlructc XUicgöf. II. tClj, N