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Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

§. 190.

Weil der Luxus dcr Befehlshaber zum Theil mitau triefen Unordnungen Schuld war, die sich auf Korsicn der Gemeinen für ihren Aufwand zu entschädigen,alsdann aber bei der Musterung die Kommissarien aufmancherlei Weife zu hintergehen suchten; wurdenschon im Jahr 1672 die schärfsten Edikte dagegen er-lassen. Vorzüglich ward der Aufwand der Tafel ein-geschränkt, und das Tragen goldener Tressen und Be-setzungen auf den Kleidern, Degengehenkeu, Pferde-Zäumen li. s. w. verbothen >'). Allein, diese Befehlekamen bald wieder in Vergessenheit; denn VillarSbeklagt sich bitter über den Luxus und die Verschwen-dung der Ofstzicre, und bittet um Einschärfung derTaftlgeseße 's). Er unterlies auch seinerseits Nichts,die Mannszucht wieder herzustellen, und ahndete jedeUcbertretnug der gegebenen Befehle scharf. Als da-her die Armee im Dezember des Jahres 170 c bei stren-ger Kälte kampireu mußte, blieb er selbst unter deinZelte, und schickte einige Obersten in Arrest, die sichin die nächsten Dörfer geleget hatten, um bequemer zusein r ).

§. 1 9 r-

Nicht sowohl strenger, als vielmehr besser und ge-nauer beobachtet war die Kriegszuchc bei den Schwe-dischen und Preussischen Truppen. Der ruhigere undernstere Character des Nördlichen Europäers war leich-ter im Zaume zu halten, als das schäumende Blut desFranzosen; wo daher bei jenem einige Stockfchläge, jaoft selbst ein ernstes Verbot schon hinreichten, waren

bei

p) Reglern. etOrdonn. T. 2 ; p. 377.

q) Anqueti! Vie du Duc de ViKars I; p. ZÜI.

r) ib. p 390 .