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Zweyter Band.
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V. Zeitrau ni.

Soldatenstande unter gewissen Einschränkungen gewißminder nachtheiUg ist, als man fast mn,einem glaubt— gänzlich auszurotten. Immer finden fich wiederSpnhren davon; der Feldmarschal Schöning zog1689 sogar in Kurfürst Friedrichs des Drictenvon Brandenburg Behausung gegen den Generallieu-tenant Barfuß den Degen, allein er ward arretirtund sogleich verabschiedet^). Ja, in Frankreich schlu-gen sich selbst zwei Damen auf Pistolen, weil ihreMänner einander beleidigt hatten, und es nicht wag-ten, fich zu dnelliren. Die eine ward todt geschossen,die andere aber verwundet und entgieng durch die Fluchtder im Gesetz-bestimmten Strafe z ).

. §. 194.

Bei den Franzosen, Spaniern, Deutschen rc.wurden die Kriegsgefangenen allezeit gut behandelt,und gegen ein mehrentheils schon voraus bestimmtesLöfegeld wieder frei gelassen. Nur in den Kriegen derKaiserlichen gegen die Türke», und der Schweden ge-gen die Russen litt dies eine Ausnahme, denn hierpflegte man die Gefangenen als Sklaven anzusehen,und bei den Russen nur etwa in Abficht der höherenBefehlshaber einige Ausnahme zu machen. Erbittertdurch die Ansschweifnngen, welche die Russen in Liess-land und Finnland begiengen; schickte Karl derZwölfte alle Kriegsgefangene, die er von ihnen be-kam, in die Bergwerke, wo sie arbeiten mußten undnur wenige sahen ihr Vaterland wieder. Eben sowurden auch in der Folge die bei Pnltawa gefangenenSchweden durch die nördlichen Provinzen des weiten

Rnffi-

y) Heunerc a. a. O. S. 114.

z) Thoat. Europ. T. XIII } p. 2 45.