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Zweyter Band.
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219
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6. Abschn. Läger und Feldverschanzungen. 219

SpahiS, die so wie das ganze Lager von der Pco-vinzial.-Kavallerie eingeschlossen war ^). Das Haupt-lager war bis zu dem Feldzuge von 1687 allezeit durcheine Avantgarde von dem Kern der Provinzial-Reu-lerei gedeckt, die sechs Stunden vorwärts kampirtc,und wieder die ganze irregulaire Kavallerie vor sichhatte. Ein anderes Korps von einigen lausendMann kampirtc als Arriergarde hinter der Armee.S o lyman Ba scha, der i 687 die Türkische Armesbefehligte, zog zuerst die Avantgarde und Arriergardeein, und verschanzte sein Lager, vor dem er nur dieTartarn und Wallachen zu den Patrouillen und Srrei-fereien stehen ließ. Die Lagerverschanzung selbst be-stand aus einer Brustwehr und einem tiefen Graben,über den viele Erdstämme giengen, damit die Ren-terei leicht heraus konnte. Runde Erhöhungen stell-teti eiiie Art Bollwerke dar, und waren mit Geschützbeseht; so daß sie den im zweiten Zeitraume ge-wöhnlichen Verschanzungen (siehe obenBd. I. S. > 98)vöHig änlich waren. Man bediente sich bei dem Tür-kischen Heere in der Folge beständig dieser Verschan-zungcn, um das Lager damit einzuschließen, obgleichsie mehrere Male von den Deutschen Heeren überstie-gen ward.

§. 216 .

Die Türkischen Zelte waren durchgehendS vonbaumwollenem Zeuge mit einer einzigen Stange inber Mitten, und hatten gewöhnlich noch einen be-sonderen Ueberzug (Marquise) von grüner Farbe,um die Sonne und den Wind besser abzuhalten. DerRand der meisten Zelter ist abwechselnd grün undroth, und der Knopf auf der Zeltstange von vergol-detem

7) Marfigli Stato milit. del Irop. Ottoui. toi. I. p. 74 tcq.