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Zweyter Band.
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6 . Abschn. Lager und Feldverschanzungen. 221

§. 218-

Die Heerführer kampirten zwar gewöhnlich nichtmit, sondern erhielten ein nahe gelegenes Dorf oderStädtgen zum Hauptquartiere: es gab jedoch oftFälle, wo sie sich mit im Lager aufhielten. Die»geschahe von den Schwedischen Königen fast immer;auch Villars that e6 während eines sehr beschwer,lichen WimcrfeldzugeS, um durch fein Beispiel denandern Befehlshabern zu zeigen, was ihre Schuldig-keit sei?

§. 219.

Man fieng in diesem Zeitraume fast allgemein an,die Infanterie in die Mitte und die Reuterei auf dieFlügel zu ordnen, wie schon oben gesagt worden ist,und beobachtete daher denselben Grundsah auch inAbsicht des Lagers einer Armee. Nur in einzelnenFällen wurden zuweilen Ausnahmen gemacht, wenndas Terrain von der Beschaffenheit war, daß beijener Art zu lagern die Truppen nicht hätten gehörig«girrn können. Villars, der übrigens seine Ver-dienste auch gehörig geltend zu machen wußte, hatt«die für den Feldherrn so wichtige Stellungskunst vor-züglich inne. Im Jahr 170* wählte er ein festesLager auf den Freinsberger Anhöhen, und die Kaiser-lichen wagten eS nicht, ihn anzugreifen, obsthon ersich nicht verschanzt halte, und ihrem 90000 Mannstarken Heere nicht mehr als 55000 Mann entgegenzu sehen vermochte"). Auch Luxemburg zog eine

gut

U) Memoir. du Duc dc Villars T. I. p. 371. Als er indemselben Zahre mit 35000 Mann die zwölf Stunden lan-gen Linien bei Fort Louis decken sollte, schrieb er an denKriegsminister Ehamiliard: "Zch werd» mich nicht

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