Nivelliren oder Wasserwägen ig±
drigstellen verrückt, auf« neue die Ziclhöhe bestimmt, von x neben der vo-rigen notiret und s» auch die Jnstrumenthöhe von A; dasselbe geschiehetnun auch zum drittenmale und werden die erlangten Resultate ebenfalls an-gemerkt. Der A verläßt nunmehro den Standpunkt 1, an seine Stelle tritty unb rid)tet hier eine zweite Iielstange auf, x läßt das zuletzt geschnitteneZiel unverrückt stehen. Indem A ju x kommt, nimmt er dessen notirte Höhenab und trägt sie ebenfalls inS Diarium. Das Niveau wird nun über 2aufgestellt, ebenfalls wie vorhin drei Zielhbhen an der Zielstange über 1 er-richtet, die y hält, beobachtet, und auch von y angemerkt. In dieser Zeithat sich x nach Station 3 verfügt und seine Zielstange hier aufgestellt. Dery bringt nun seine notirten Aielhöhen und zwar die letzte noch unver-rückt am Brette, nach 2 zu A, wo die Annotata von demselben sammt derJnstrumenthöhe gehörig eingetragen werden. Das Instrument wird nunvon A umgestellt, so daß die Bisirlinie nach 3 hin gerichtet ist und daöOcuiar sich lothrccht über dem Pfahl 2 befindet. ES werden nun ebenfalls,wie schon erwähnt, Ziel- und Jnstrumentshöhe notiret. A gehet nun nach3, nimmt dem x die Bemerkungen ab, trägt sie in sein Berzeichniß ein undschickt x nach 4. y bleibt in 2 und richtet dort seine Zielstange auf. Aufdiese Weise wird fort operiret, bis man zum letzten StationSpunkte kommt.Die Data des Diarii werden dann gehörig verglichen und diese« gibt danndas Resultat der Abwägung, wie solche die hier folgende Nivellementsta-belle deutlich zu erkennen gibt.
Anmerkung.
Diese Art zu nivelliren, nämlich vor - uub rückwärts, setzt voraus,daß das Fernrohr sich sammt dem Stative horizontal im Kreise herum be-wegen lasse; wie man außerdem von Station zu Station nur nach einerRichtung zu verfahren habe, leuchtet von selbst ein.
Die Aufzeichnung des Profils aus einer wie oben bemerkten Tafel, isteine leichte Sache. Der Zug der Abwägung wird durchgängig als eine ge-rade Linie dargestellt, die Entfernungen werden gemeiniglich nach einem klei-nern, die Höhen aber nach einem etwas größern Maßstabe aufgetragen, umauch noch kleine Aenderungen im Steigen und Fallen gehörig bemerken zukönnen.
Ist die abzuwägende Entfernung gering, vielleicht nur so kurz, daß einweittragendes Fernrohr gar keine Dienste leisten kann, so muß die Wahldes Instruments sich darnach richten und es verrichtet dann ein Quecksilber-niveau oder eine Markscheidewaagc oft gute Dienste. Immer bleibt es aberRegel, daß je geringer die Zuverlässigkeit des Instruments anzunehmen ist,aus desto mehr Beobachtungen muß das Mittel genommen werden.
Die vorzüglichsten Schriften, die ausführliche Anweisung über das Ni-velliren geben, sind folgende:
Hogreve's praktische Anweisung zum Nivelliren oder Wasserwägen, nacheiner in vielen Stücken veränderten und erleichterten Methode. Hanno ver , 1800.
Meincrt's Anweisung zum Nivelliren und Prosiliren. Halle, 1801.
Gilly's praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellements oderWafferwagens, in den bei der Landescultur vorkommenden Fällen. Ber lin , 1801.
Picard'S Abhandlung vom Wasserwägen, mit Lambert's Beitr. 1777.
Müller's praktische Abhandlung vom Nivelliren oder Wasserwagen, inbesonderer Hinsicht auf das zweckmäßige Verfahren, die Resultate einer Ab-wägung ganz untrüglich zu machen. Götlingen, bei Vandenhoek und Ru-precht. 1799.
Mönnich's kurze Theorie und Praxis des Nivellements. Berlin , 1800.
Breithaupt's Beschreibung eines neuen Merkurial - Niveau oder Was-serwaage rc. Lasset, 1797.