Theilscheibe Theodelis 277
n(l Ozanam, Division des Champs.
je-I Geißler. Ueber die Bemühungen der Gelehrten und Künstler, mathemati-Ische und astronomische Instrumente zu theilen. 1792.ndD
mil Theilscheibe oder auch Theilmaschine genannt, ist eine Vorrich-'gtMung, deren Haupttheil aus einer großen zirkclrundcn messingnen Scheibe be-ll: Wehet, deren sich der Mechanikue bedient, um Kreise und Linien in einei-Hgewiffe Anzahl gleicher Theile abzutheilen. — Eine andere Art Theilscheibe'r,Igedrauchcn die Uhrmacher, um die Zähne der Räder nicht allein abzutheilen,onDsolidern auch rugleich einzuschneidcn; dieserhalb nennt man diese Maschine auche, Deine Eins ch neide Maschine oder ein Räderschneidezeug.li-D Ausführlicher findet man diesen Artikel in Poppe's Encyklopädie des ge-aßDsammten Maschinenwesens 5r Theil S. 202 beschrieben.
D Theodolit. Ein Instrument, das besonders zum Wknkelmeffen in derDNatur sich eignet. Man hat es verschiedenartig zusammengesetzt. Ein Theo-urDdolit von bequemer Art, ist der hier nachstehend beschriebene. In diesem Zu-»»Dskande nennt man das Instrument auch einen Repctitionstheodoliten,Dder dann besonders zum Bestimmen der Horizontalwinkel gebraucht wird.
Eine auf drei, hoch und niedrig zu stellenden Füßen ruhende Hülse voni^DNessing, ist das Fundament des Instruments, indem sich der HvrizontalkreiSImit etwas konisch zulaufenden Zapfen bewegt. Der Kreis selbst ist mit dop-^Melten Rändern versehen, und von dessen Mitte aus bewegt sich der stäh-^Merne Zapfen einer ebenfalls kreisförmigen Alhidade. Der untere der beideniei, |Äreise kann mittelst einer Klammer, die eine Mikrometerschraube zur SeiteDhat, festgehalten werden und stehet mittelst einer Stange und Hülse, mitzelder Hülse des Fundaments in Berbindung , wodurch ihm jede auch noch so'N.Dgeringe concentrische Bewegung ertheilt werden kann. An jene zweite Hülsechtlist ein Bersicherungsrohr angebracht, das sich in einer Vertikalebene auf undDnieder bewegen läßt, und mittelst einer besonders angebrachten KopfschraubeDund Klammer, sowohl auf den Nullpunkt der Krciseintheilung, als auch nach»einem entfernten Objecte gestellt werden kann.
I Auf dem Kreis befinden sich zwei Stützen aufgerichtet, die eine Queraxe,Ddie aus zwei mit ihren Grundflächen zusammen verbundenen Kegeln bestehet,Iparallel zur Kreisfläche^ halten und durch dessen Mitte das eigentliche Beob-lachtungsrohr gehet. Das eine Ende der Queraxe trägt einen eingetheilteniVertiialkreis, der zum Messen der Höhen - und Tiesenwinkel bestimmt ist.>k, iDer Horizontalkreis sowohl als auch der Bertikalkreis haben jeder besonderer, »Nonien und zwar findet man sehr oft den Alhidadenkreis mit vier Nonien.
Wllebrigens sind auch bei dem Theodoliten zwei Libellen angebracht, die einers »hängt unter der Queraxe parallel mit ihr, die andere bildet mit dieser einena-»rechten Winkel und befindet sich auf zwei Trägern über dem Horizontalkreis,ch lBeiden Linien kann man durch angebrachte Mikrometerschrauben die erfor-t, »derliche Lage ertheilen, — Die beiden Kreise müssen übrigens, wenn das»Instrument seine Schuldigkeit thun soll, genau gcthcilet und centriret seyn;si »insbesondere muß das obere Fernrohr sich genau in einer Ebene bewegen, die»senkrecht auf der Alhidadenebene und durch den Mittelpunkt derselben gehet.jelMittelst einer angebrachten Correctionsschraube kann nöthigenfallS etwas:n Dnachgeholfen werden. — Die horizontale Stellung des Alhidadenkreises, wirdDdurch die Fußschrauben des Werkzeugs, nach Anleitung der über den KreisDangebrachten Libelle, bewirkt. >
D Der Gebrauch des Instruments ist kürzlich folgender:st D 1) um Horizontalwinkel zu nehmen.
D Der Theodolit wird auf festen Boden horizontal gestellt und das Versi-D cherungsrohr unter dem Horizontalkreise, nach einem entfernt liegenden, noch» D deutlich wahrzunehmenden Punkte gestellt. Hierauf wird die Alhidade mitD dem obern Fernrohre so gestellt, daß der Nullpunkt der Gradeinthcilung,D auf den Anfangspunkt eines der zwei, oder der vier Nonien weist;, dann dy-