48 l- Geschichte der Physik bis zu Cartcsius.
dem einen Ende nach Gefallen eine oder mehrere Ellenüber den Horizont erhöhen, und die Zeit bemerken,in welcher eine glatte messingene Kugel entweder dnrchdcn ganzen Canal oder durch einen gewissen Theil der-selben herunterlief. Die Zeit maß er durch das Ge-wicht des Wassers, welches wahrend derselben aus demBoden eines sehr breiten Gefäßes durch ein enges Röhr-chen abgelaufen war. Er versichert bey mehr als hun-dertfältigen Wiederholungen den zurückgelegten Raumjederzeit dem Quadrate der Zeit proportional d. i. inDoppelter Zeit viermal, in dreyfacher Zeit neunmal sogroß u.s.f. gefunden zu haben.
Da er nun die Richtigkeit dieses Gesihes durchErfahrung gezeigt hakte, so bestimmte er daraus, alseine natürliche Folge, folgendes Gefch, daß sich dieRäume, welche die Körper beym freyen Falle in glei-chen aufeinander folgenden Zeittheilen zurücklegen, wiedie ungerabeuZahlen i, 3, s, 7, 9, > >, u. f.f. verhal-ten, d. h. der Weg in der andern Sekunde ist dreymal,in der dritten 5 mal, in der vierten 7 mal fo groß u. f. f.als in der ersten Sekunde.
Wenn man endlich das ganze Parallelogrammambc verzeichnet, und. zugleich die durch alle Punk-te der Seitenlinie ac mir bc parallele Linie» zieht,so wird nun das ganze Parallelogramm die Summeeben so vieler Geschwindigkeiten, deren jede der bcgleich ist, vorstellen, als das Dreyeck abc mit deram Ende c erlangten größten Geschwindigkeit bc vor-stellt, welches der frey herabfallende Körper binnen derZeit a c durchlaufen hat. Diesig Parallelogramm istaber doppelt so groß, als das Dreyeck a bc. Wennalso ein Körper, der in einer gewissen Zeit durch denfreyen Fall eine Geschwindigkeit erhalten hat, gleich
anfäng-