Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
Seite
82
JPEG-Download
 

82 I. Geschichte dee Physik bis zu Cattesius.

den (fig. 17.) dc des Gefäßes esc eine enge Röhreab cd verbunden ist, lind es wird sowohl das Gefäßals auch diese Röhre bis zu einerley horizontalen Flä-che 3g voll gefüllt, hierauf aber der Boden dcdurchstochen, so würde, sagt Stevin, das Wasserin der engen Röhr abcd über a hinauf steigen tnuj#sen, wenn das Wasser im Gefäße el'c mehr vermö-ge, als in der engen Röhre; allein die Erfahrunglehre, daß weder in der engen Röhre noch im Gefäßeeine Veränderung vorgehe, und daß folglich das Was-ser in der Röhre mit dem im Gefäße das Gleichgewichthalte. Zugleich folgert er noch daraus, daß der Druckdes Wassers in der engen Röhre gegen cd eben sogroß sey als der Gegendruck des im Gefäße ungleichgroßer» Wasservoluinens. Es sey ferner (fig. 18.)ade b ein Gefäß mit einem Loche es im Boden. Die-ses Loch sey durch einen darüber gelegten hölzernen Tel-ler, gh genau verschlossen, und das Gefäß alsdennmit Wasser voll gefüllt. Mit dem Loche es werdedie enge Röhre Iki verbunden, und dieselbe ebenfallsmit Wasser bis zur nämlichen Horizontalfläche abangefüllt. Hier, sagt nun Stevin, werde das we-nige Wasser in der engen Röhre gegen den Teller gheine» eben so großen Druck von unten nach oben au«?üben, als die große Menge Wasser im Gefäße densel-ben Teller von obeu nach unten drucke, denn sobaldnur etwas weniges Wasser über der Horizontalflächeib in der engen Röhre noch hinzugeschüttet würde,so erhebe sich auch der Teller gb über dem Loche es,und das Gleichgewicht finde nicht mehr statt. Aufsolche Art, fügt Stevin noch hinzu, könne EinPfund Wasser, daü die enge Röhre enthalte, gegenden Teller gb weit mehr wirken, als wohl 100022Pfund, das im Gefäße adeb sich befände; man

könne