ii 2 I. Geschichte der Physik bis zu Cartesiuä.
daher die Bewegung durch den freyen Fall gerade soerfolgen muffe, als ob die Erde mir allem, was sieenthält, ruhe. 'Auf solche Art werde, jagt Galilei ,ein Stein von der Spitze des Masibanmes eines aufdem Wasser so wohl ruhenden, als im vollen Laufegehenden Schiffes fallen gelassen genau am Fuße des-selben niederfallen u. f. f. Ferner den nicht unwichti-gen Einwurf des Tycho, den auch schon Ptole-ni äus anführt, daß wir nämlich eine ganze Halstedes Himmels über dem Horizonte sehen, und von entrgegeugefttzcen Stellen der Sphäre die eine in eben demAugenblicke aufgehe, in welchen! die andere untergehe,und daß folglich die Erde im Mittelpunkte deö Gan-zen stehe, beantwortete bereits Copernicus in ei-nem eigenen Capitel (de revolut. cap. 6 ) gegen denProlemäus. Es gründet sich dieser Einwurf blosauf den gänzlichen Mangel aller Parallaxe der Fix-sterne. Die sehr richtige Antwort des Copernicushierauf, daß der Halbmesser der Erdbahn gegen dieEntfernung der Fixsterne unendlich klein, und unsereErde in Vergleichung mit dem Ganzen nur als einPunkt zu betrachten sey, hat nachher dadurch mehrZuverlässigkeit erhalten, je mehr mau von der Uner-nießlichkeit der Entfernungen der Fixsterne überzeugtwurde. Was endlich die Zeugnisse der heiligen Schrift,welche Tycho der Bewegung der Erde so ernstlichentgegensetzte, betrifft, so stehen diese Jofna io, 13.Psalm 92, 1. Psalm 103, s. Prcd. Salom. 1, x.Jefaias 34, 8- Richter 5, 22. Drittes Buch Esta4, 38. Es sind aber alle diese schon hinreichend vonPaul Anton Foöcarini^) und Keplern beant-wortet worden.
Dage-
x) Pauli Antonii Foscanni, Camelitani , epistola circa
Pytha-