i22 I. Geschichte dee Physik bis zu Cartcsius.
dcre hingegen betrachteten sie als Körper, die wirklichauf der Sonneuflache lägen, wie Fabricius undScheiner, und folgerreu schon aus ihrer regelmäßigenBewegung, daß sich die Sonne um ihre Axe wälze,wiewel bereits Kcpler vor der Erfindung der Son-uenftecken die Umdrehung der Sonne um ihre Axe germuthmaßek halte; dieser bemerkt dabey ztlgleich, daßvielleicht durch diese Umdrehung die Umlaufsbewegungder Planeten um die Sonne bewirkt werde H. GarTitci, weicher dem Systeme der Unvergäuglichkeitder Himmel nicht günstig war, hielt sie für eine Artvon Rauch und Wolken, oder auch für Schaum aufdem großen Meere von feiner fiüssigcr Sonnenmaterie.Scheinet, welcher die Sonne für ein wallendes Fenrermecr hielt, stellte die Flecken als Rauch- und Dampf-wolken dar, und die Sonnenfackeln als Oeffnungcuder heftiger brennenden Feuerfchlünde.
Mond.
Die Bewegungen des Mondes sind fo sehr in dieAugen fallend, daß man schon sehr frühzeitig darausschloß, er bewege sich wirklich um unsere Erde. Aucherkannte man bald, daß er der Erde viel naher als dieSonne sey, ja daß er sich als der nächste Himmels-körper au der Erde zeige. Jedoch wußten die älternAstronomen seine Entfernung von ihr nicht genauanzugeben. Es kömmt nämlich hicbey auf die wahreGröße der Mondparallaxe an, und ihre Methoden,selbige zu finden, waren noch sehr fehlerhaft. Dem-ungeachtet schloß doch schon PtolcmäuS im Almargest die Horizoncalparallaxe des Mondes zwischen die
Grenr
k) Astronomia nova , tradita edmmentar. de motibus stel-lae Martis. Pragae 1609. fol. in Introduct.