Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
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124 I. Geschichte dee Physik bis zu Cartesius .

wie unsere Erde, lind daß er ein unserer Erde ähnli-cher Körper sey. Daher glaubte er, so wie auchKc p l er, daß der Mond wie unsere Erde von Menschenbewohnet werde. Da aber diese einer Luft bedürfen,so gab ihm dieß Veranlassung dein Monde eine At-mosphäre beyzulegen. Ja er maß sogar einen derMondsbecge, und fand, daß er höher sey, als ir-gend einer auf der Erde. Die von ihm am Mondegemachten Entdeckungen führt er in feinem 1610 her-ausgekommenen Nuncio sidereo an, und fügt dieserSchrift schon eine Abbildung deö Mondes bey, dieaber noch sehr unvollkommen ist. Besonders merk-würdig an den Mondöstecken ist der Umstand, baßbeständig ein und die nämlichen Flecken der Erde zuge-kehrt stnd, daß mithin der Mond derselben nur eineund dieselbe Seite zeigt. Auö dieser Erscheinung folgtunmittelbar die Umdrehung des Mondes um feineAre, welche gerade in der Zeit erfolgt, in welcher erum die Erde läuft. Als Grund hievon gab schon Ga-lilei an, daß die gegen uns gekehrte Seite desMondes eine natürliche Beziehung oder Neigung ge-gen die Erde habe. Die Ursache dieser Neigung aberwar ihm unbekannt. Gleichwol entdeckte auch Gali-lei , baß sich die der Erde zugewendete Seite des Mon-des periodisch ein wenig verrücke, indem die mittenauf ihr stehenden Flecken bald nach der einen bald nachder andern Seite, bald nord- bald südwärts treten.Diese kleine Bewegung der Flecken wird daöSchw an-ten, Wanken oder die Vibration des Mondesgenannt.

Planeten.

Die Planeten, welche den Alten bekannt waren,sind der Merkur, die Venus, der Mars , derJupiter und der Saturn. Seit den Zeilen des

Coperr