' 2. Besondere Physik. 6. vom Feuer. 71
sich die Sache so vor, alö würden diese meteorische»Massen durch die Hitze gleichsam wie eine mit Luft ge»füllte »nd stark erwärmte Blase aufgebläht, und bil«deren wirklich sehr beträchtliche, ihren Durchmesserimmer mehr vergrößernde Halbkugeln, die zuletzt vonder zu starken Ausdehnung der in ihnen eingefchlc-sse«nen Gasarten mit eiuem starken Getöse zerplatzen muß«ren. Wären die Hauptmassen, meint er, nicht festerArt, so würden sie nicht zähe genug seyn, eine so starkeAufblähung, als zu einem gewaltigen Knalle erforderelichsey, auszuhalten. Offenbar, sagt Wrede, seydieser Erklärungügrund bloß gesucht, um einer Hyporthese Eingang zu verschaffen, und es seyen wiederviele Thatsachen aus der Acht gelassen, woraus dasGegentheil hervorgehe. Knalle denn der elektrischeFunke, oder die mit Sauere und Wasserstoffgaö odermit gephoöphortem Hydrogengas gefüllte Masse bloßdarum, weil sie ein fester Körper umgebe, den sie zerrplatze? Wenn Chladnt's Folgerung richtig seynsollte, so müßte folgender Satz bestehen: eö finde inder Atmosphäre nicht anders ein Knall statt, als wennein fester aufgebläheter Körper durch eingeschlosseneLuft zerspringe. Dieser Satz sey aber ganz ungegrün«der, mithin dürfe gar kein Beweis darauf gestütztwerden.
Wenn man indessen auch zugebe, daß alle Feuerekugeln feste Körper seyen, so würde sich doch darausnicht darthun lassen, daß ihre Entstehung innerhalbunserer Atmosphäre schlechterdings unmöglich sey. Werkenne alles, was in unserer Luftkugel möglich sey undvorgehe, so genau, daß er als gewiß und wahr be,Häupten dürfe: nur dieß und nichts anders könne in«verhalb ihrer Grenzen geschehen. Chladni glaube
E 4 zwar.