2. Besondere Physik, e. vom Wasser. 165
Weichlingen, welche in beyden Fällen von der Wärmeund Kälte hervorgebracht werden, das Glaehygro»»mter entweder ganz unbrauchbar machen, oder manwürde es nur mittelst einer mühsamen Correctionölafelgebrauchen können.
Da der astrachanische Hygrometerschiefer sehr festten zu bekommen ist, und daher gewöhnlich theuer be«zahlt wird, so gab sich Lüdike Mühe, eine Massezu entdecken, aus welcher er dergleichen Steine vonbeliebiger Gestalt und Größe formen könnte. Nachvielen Proben ist er endlich auch so glücklich gewesen,«ine sehr feine Erdart zu finden, welche bey gehörigerArbeit einen Stein gibt, der die Feuchtigkeit sehr starkeinsangt, die Erhitzung noch sicherer verträgt, undnoch etwas fester ist, als der astrachanische Stein.
Durch eine von D. Hutton entworfene Theoriedes Regens wurde John Leslie veranlaßt, einneues Hygrometer aufzufinden. Er sagt, man habedie Verwandtschaft der Luft zur Feuchtigkeit, in sofern sie durch die Wärme verschiedentlich modificirrwerde, bald als ein wichtiges Agens in der Oekonor»nie der Natur erkannt; nur habe es an Mitteln ge»fehlt, den jedesmaligen Zustand der Atmosphäre indieser Hinsicht zu bestimmen. Bey der Unvollkom»menhnt, fast möchte er sagen, der gänzlichen Untüch»tigkeit der Instrumente, die man bisher zu diesemZwecke erdacht habe, habe er sich bald überzeugt, daßsich ihre Einrichtung auf willkürliche Annahmen, jaauf ganz irrige Hnpotheftn stutze. Er habe daher alledie Kunstniitlel aufgegeben, durch die »nan bisher zuHygroskopen zu gelangen suchte, und nach andernGrundsätzen geforscht, immer, wo möglich, auch indiesem Theile mathematische Genauigkeit einzuführen,
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