16s V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
Medium fortpflanze. In der That aber werde dietust, so wie sich ihre Elasticität beym Aufnehmen derFeuchtigkeit vermehre, schnell von einer andern Luft«Portion, die an ihre Stelle trete, verdrängt, und soeine beständige Circulatioir in der Luft bewirkt.
Um die Trockniß oder Feuchtigkeit der Luft zuerfahren, habe man daher weiter nichts nöthig, alsdie Temperakurveränderung einer ifolirten, von allenSeiten der Verdunstung ausgesetzten Waffermasse zubeobachten.
Die Zunahme der Elasticität der Luft, wennsie Feuchtigkeit auflößl, bot ihm ein anderes Hülfsmit«lel dar, den Grad ihrer Feuchtigkeit zu bestimmen.Ihre Elasticität zu messen, dazu diente ihm ein einfachesInstrument, welches seinem Endzwecke ausS vollkom»Menste entsprach.
Im Winter 179s hatte er Gelegenheit, Ver«suche über die Verdunstung des Eises und über dieKälte, die dabey entsteht, anzustellen. Start dasThermometer in einem Eieklumpen zu befestigen, be,deckte er die Kugel desselben mit einer Eiskruste, in»dem er sie wiederholt mit Wasser besprengte und die,ses frieren ließ; zugleich war in derselben Lage ein zwey,tes corrcspondirendes Thermometer mit unbedeckter Ku,§el angebracht. Mit Erstaunen bemerkte er, wieschnell und gleichmäßig der Unterschied in dem Standebeyder sein Maximum erreichte, indem die Verdunstungeines kleinen Eishäutcheno hinreichend war, die ganzeMasse des eingeschlossenen Quecksilbers bis auf den fersten Grad zu erkalten. Bedenke man indeß, wie vielanßerordeutliche Wärme dazu gehöre, einen Verhältniß«mäßig nur kleinen Theil einer verdunstbaren Sub«