17o V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
feit drr durch sie verschlossenen Luft modificirt würde.Hierzu bediente sich Leslte des Wasserstoffgaö.
Das Hygrometer des Hrn. Leslie selbst hatfolgende Einrichtung. An das eine Ende einer dün-nen, 4 bis 8 Zoll langen, durchgängig gleich weitenRöhre von /§ bis ^ Zoll Durchmesser, wird eineKugel von schwarz, blau oder grün gefärbtem Glase,/e oder Zoll im Durchmesser, angeblasen, lind dieRöhre so einwärts gebogen, daß der hinterste Theilder Kugel in gerader Linie mit der ihr zunächst liegen,Leu geradlintgten Seite der Röhre steht. Eine zweyteetwas kürzere Röhre, die mit der vorigen eine gleicheoder eine etwas größere Orff.uing hat, wird an demeinen Ende so cylinderförmig erweitert, daß dieses cy-lindrische Behältniß gerade so viel von einer Flüssig-feit in sich faßt, als die ganze erste längere Röhre,und über diese Erweiterung wird ebenfalls eine Kugelvon gleicher Größe mit der vorigen, aber von weißemklaren Glase angeblasen. Am entgegengesetzte» Endewerden beyde Röhren etwas erweitert, damit nran siehier desto leichter an einander schmelzen könne. Dannfüllt man die Kugeln mit Wasserstoffgaö, taucht dar-auf die kürzere Röhre in eine mit Carmin gefärbte Pot«aschenauflösnng, und treibt aus ihr mittelst der Wär-me der Hand einige Blasen Wasserstoffgas, so daßsie sich beym Abkühlen mit einer gehörigen Menge vonPotaschenlange füllt. Die offenen Röhren werden hier-auf vor dem Löthrohre geradlinig an einander geschmol-zen. Das ganze Instrument wird dann in einem ver-schlossenen Zimmer an die gefärbte Kugel aufgehängt,an die längere Röhre wird eine Jntcrimsfk'ale befestigt,und die untere Kugel in ein Gefäß mit Wasser ge-taucht. Gießt man kaltes Wasser zu, so fallt die
obere