2. Besondere Physik, e. vom Wasser. 171
obere Fläche der Flüssigkeit bis nahe an den Punkt,wo die beyden Röhren zusammengeschmolzen sind; gießtman dagegen warmes hinzu, so steigt sie bis nahe andie obere Kugel. Der Unterschied dieser beyden Tem»perakuren, die durch ein Thermometer gemessen werden.Und wonach der von der Flüssigkeit in der Röhre durch,laufene Raum eingetheilt wird, gibt die Größe einesGrades. LeSlie bediente sich hierbey der Celsius,schen Skale, so daß also jeder Grad des Hygrometersdem tausendsten Theile des Zwischenraums zwischendem Gefrier- und Sudpuukte entspricht. Daraufwird die ganze Flüssigkeit in eine der Kugel» zurückge,trieben, und die kürzere Röhre an der Flamme einesLichts allmählig gebogen, bis ihre Kugel die innereSeite der länger» Röhre berührt, so daß sie f Zollweit unterhalb der ersten etwas herabgebeugte» Kugelzu stehen kommt. Zuletzt theilt man die Skale ab,welche wenigstens von ?o° hjg i^o 0 gehen muß, undklebt sie mit einer Mischung ane Colophonium undWachs zwischen den beyden Röhren fest.
Um das Instrument zu adjustiren, treibt manLuft aus einer Kugel in die andere, bis die Oberflächeder Flüssigkeit am Anfangspunkte der Skale steht.
Dieses Instrument zeigt nach Leslie'ö Be,hauptung nicht bloß die Trockniß der Luft an: es sehtuns auch in'den Stand, die absolute Quantität Feuchrtigkeit zu bestimmen, weiche die Lust etnzusaugen verrmag. Denn bey Verwandlung des Wassers in Dampfwerden 524 Grad Wärme der 100 grad. Skale ver,schluckt; und da die Verdünstung in ihren Wirkun,gen diesem Prozesse so ganz analog ist, so kann manannehmen, daß auch bey ihr dieselbe Wärmemengeverschluckt werde. Häkle daher die Lust mit dem Was»
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