i72 V.VonPnestleybls aufd. neuesten Zeitelr.
fer gleiche Capacität für Wärme, so würde sie für je«den Grad des Hygrometers so viel Wärme absetzen,als sie dem Wasser beym Auflösen einer Menge vonFeuchtigkeit, die leC ihres Gewichts berrägt,entzieht. Die Capacuät der Luft verhält sich aber zuder des Wassers wie u zu 6 , und nach diesem Ver,hältnisse müsse folglich die Verdünstung sich vermehren,um dieselbe Wirkung hervorzubringen. Hieraus könn»ten wir schließen, daß für jeden Hygrometergrad dieLuft, um völlig mit Feuchtigkeit gesättigt zu werden,¥ • oder Tj/j-g- ihres Gewichts Wasser auflö»sei, müßte.
UebrigenS bemerkt LeSlie, daß, strenge gendni«wen, die Grade dieses Hygrometers nicht die Trocknjßder Luft in ihrer jedesmaligen Temperatur messen,sondern nur in Beziehung auf die Nichttemperarur dernassen Kugel, bey welcher die Gradation gemachtwurde. Da indeß das Gesetz bekannt sey, nach wel«chem bey zunehmender und abnehmender Wärme dasVermögen der Luft, Feuchtigkeit aufzulösen, sich än»dere; so sey es leicht, aus der bekannten Trockniß derLuft in Beziehung auf eine Temperatur, sie in Beiziehung auf jede andere Temperatur zu bringen.
Mit Hülfe dieses Instruments hat LeSlie eineMenge meteorologischer Beobachtungen gesammelt,und die Natur des Thaues, seine Erzeugung und seinesonderbare Wirkung auf die Metalle, auf Glas undVegetabilien erforscht. Was aber noch wichtiger ist,so hat er damit die Grade der Anziehung der Luft vonFeuchtigkeit nach Verschiedenheit ihres Drucks undihrer Wärme sorgfältig bestimmt, und diese Untersiuchung auch auf die übrigen Gasarlrn ausgedehnt,
wobey