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Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
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i74 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.

Endlich bemerkte Lüdike, daß sein hier ge-braucht^ Thermohygromeler noch Unvollkommenhei-ren besitze, und schlägt daher eine andere Einrich-tung vor.

Noch behauptet Parrot"), daß, so großeMühe man sich auch gegeben habe, die Hygromelrieauf feste Grundsätze zu bringen, diese doch gänzlichumgearbeitet werden niüsse, und baß man nur auf sehrwenige ihrer Data bauen dürfe. Nach Parrol fin-den nämlich zweyerley Ausdünstungen und Nieder-schläge statt: die physischen und chemischen (M. s.Th. VII. S. 484 f.). Bey uns gebe es unter demGefrierpunkte des Wassers keine physische Dünste,keine Ausdünstung und keinen Niederschlag, jeder Ne»bel in dieser Temperatur sey Verminderung des Sauer»sioffgehaltS. Dagegen gehen die Prozesse der chemi»scheu Ausdünstung unter allen bekannten Temperaturenvor sich. Nun frägt Parrol: was istHygrometrie?Wie wird sich diese Wissenschaft durch die Labyrintheder mannigfaltigen Spiele dieser beyden Prozeßgattun,gen winden? Die einzige Aufgabe, die Quantitätund Qualität des in einer gegebenen Lufkporkion ent»haltenen Wassers zu bestimme», könne aber jetzt auf»gelößt werden.

Das in der Luft vermöge der chemischen Ausdün-stung enthaltene Wasser fty in der Gestalt einer be-ständig elastischen Flüssigkeit da, von jedem bekanntenDrucke, von jeder bekannten Temperatur unabhängig,und könne nur durch die Zersetzung des SauerstoffgaSniedergeschlagen werden; werde eö aber durch jede Zer-setzung dieses GaS.

Das

n) Gilbert's Annalen der Physik. 25 . X. 6.167 f.