2. Besondere Physik, e.bom Wasser. 175
Das in der Luft vermöge der physischen AuSdün»stung enthaltene Wasser sey Nicht in beständig elasti«schein Zustande, nicht einmal in Dampfgestalt da.Der Niederschlag desselben erzeuge keine Volumenöveräu»derung in der Lust. Es sey in einem Zustande, der«ttva die Mitte zwischen dem tropfbare» und dem ela»stischen hat. Das Wasser sey nicht die einzige Sub»stanz, welche einen solchen Zustand annehme. Davonhabe ihn sein häufiger Umgang mit dem Phosphorüberzeugt. Daß der Phosphor sich in reinem Stick«gas volarisire, sey, besonders feit dem GötkingischenStreike über das Leuchten des Phosphors, bekannt;überdieß habe er durch sein Eudiometer bemerkt, daß-er Niederschlag für sieb keine Volumensveränderung be«wirke, und daß er durch Verminderung der Tempera»tur verursacht werde. Man müsse demnach annehmen,daß die Wirkung des freyen Wärmestoffs auf dieseSubstanzen sie so fein zertheile, daß ihre Theile in dieZwischenräume der Luft aufgenommen werden könnten,und daß sie daraus niederfielen, sobald eine Vermin»Lerung der Temperatur ober sonst eine andere Ursachediese Zwischenräume enger mache.
Ob der physische Wasserdunst die Undurchsichtig«keit der Luft vermindere, oder ob diese Verminderungimmer Anzeige eines Niederschlags sey, sey nochnicht ausgemacht. Bey sehr heiterer Luft bemerkeman hygroskopische Phänomene und Refraktionen,welche nicht leicht etwas anderm, als dem physischenDunste zugeschrieben werden könnte». Indeß, wassey heitere Lust? Wo das Instrument, das den Gradihrer Durchsichtigkeit messe?
Die wahre Hygronmrie stühe sich also auf dieKenntniß -es physischen und -es chemischen Dunstes.
Hier«