3 6t V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
zu sehr zusammengesetzt, um dadurch genaue Resultatezu erhalten. Daher hat dieser ganze Apparat wei»»er keinen allgemeinen Beyfall erhalten.
Ein anderes sehr empfindliches Elektrometer hatA. Bennrr") angegeben, welches im Ganzen mitdem Flaschenelektromcttr übereinkommt, nur daß staktder an feinen Fäden herabhangenden Kügelchen Strei«fen von Goldblatt gebraucht werden. Die gewöhnli»chen Elektrometer mit Kügelchen von Kork oder Hol»lundrrmark haben den Nachtheil, daß die Kügelchenbisweilen, wenn sie elektrisirt sind, lauge an einanderhangen, ehe sie sich trennen, nachher aber mit einemgewissen Ruck auf einmal aus einander fahren. Die-sen Nachtheil aber findet man bey den Goldblättchennicht, und Bennet's Goldblattelektromecer ist da»'her zu ganz feinen Versuchen eins der brauchbarstenInstrumente. Die ganze Liiirichtung dieses Elektro,Meters ist im Wesentlichsten folgende: Zwey Streif»chen von geschlagenem Golde, welche etwa 2 Linienbreit und 18 bis 22 Zoll lang sind, hängen an derSeitenfläche eines keilförmig ausgeschnittenen StücksHolz oder Zinn (6g. 7.) b, woran sie mit ein we,uig Eyweiß oder Firniß angekittet werden, dicht nebeneinander, und parallel unter sich in der Mine einesGlascylinder herunter, welcher etwa Zoll imDurchmesser hat, und ungefähr Zoll hoch ist.Damit aber die Glasröhre noch besser ifolire, fo wirdder obere Theil derselben ungefähr i| Zoll weit mitSiegellack überzogen. Der untere Theil der Röhrezehr etwas gedrängt in eine messingene Einfassung,
welche
u) Philosoph. Transact. Vol. LXXVII. übersetzt in den
Leipzig . Sammlungen zur Physik und Naturgeschichte.
23 . IV. ©t.4. ©.419 f.