Band 
Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
Seite
629
JPEG-Download
 

2. Besondere Physik. §. von d. Elektricität. 629

nachdem sie mit der rauhen oder glatte» Fläche, kälteroder wärmer, der Länge oder der Quere nach darangerieben werden. Er glaubt daher, daß auch die Er«regung der elektrischen Flüssigkeit, die durch bloßeVerbindung oder Berührung von Metallen mit feuch»ten Körpern vder'mit Wasser statt habe, auch ohnedaß bemerkbares Reiben dazu nöthig sey (wie es dieneuen Erfahrungen beweisen), auf eine gleiche Weisedeterminirt oder mehr oder weniger befördert werdenkönne, so daß der Strom nach der einen oder nach derandern entgegengesetzten Seite gerichtet werde, nachdem, auch sehr geringen, Unterschiede in der Härteund Weiche, in dem Grade der Wärme, in derPolitur und dem Glänze, der zwischen dem einenund dem andern Stück Silber, Kupfer, Eisen, Bley,die man für ähnlich hält, und sogar »wischen dem«inen und dem andern Ende desselben Drakhs oderdesselben Metallstrrlfens Statt habe.

Indessen war Volta nicht mit bloßer Muth»maßung zufrieden, ob sie gleich auf guten Gründender Analogie gestützt war, sondern wollte sich durchErfahrung überzeugen, ob und in wie fern die angr,zeigten Eigenschaften die Action der Metall« auf daselektrische Fluidum bestimmten? Er bog daher einenstarken Drath von federhartrm Eisen, und versuchte,ob durch das Eintauchen feiner beyden Enden in zweyGläser mit Wasser, worin «in genau und frisch präpa,ricter Frosch, nämlich mit den Hinterschenkeln in dem«inen und mit dem Rücken und der spina vertebralisin dem andern hieng, eö ihm gelingen würde, ihn zuZusammenziehungen und Sprüngen zu zwingen? Dieerster» Mal« gelang es ihm in der That, nämlich zwey,drey, viermal; doch nach einer Minute nicht mehr;

R r 3 und