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Auftreten getrennter, abgelöster Stücke des obern, härtern Gesteins in deinuntern, weichem, gerade wie in dem eben angeführten Fall von dem Griitfallim Kiiswaldbach. Sei dem aber, wie ihm möge, die Aufschlüsse bei Ibergund insbesondere derjenige der Stockdub /eigen uns bei näherer Betrachtung:erstens, dass die Grenze der Wangschicliten gegen oben eine haarscharfe istohne die leiseste Andeutung eines Übergangs der Schichten; zweitens, dassgegen unten (am Nordende der Wangfluh am besten zu sehen) die Wang-schichten mit dem Seewenmergel unzertrennlich durch allmähliche Übergängeverbunden sind; drittens, dass die paläontologischen Reste, wie Escherzeigte, „auf obere Kreide, etwa Senon“ hindeuten.
Ganz ähnlich wie in unserer Gegend liegen die Verhältnisse in den baye-rischen Alpen. Ich verweise auf das von Gh'imbcl 1 ) in neuester Zeit beschriebeneProfil. Die Beschreibung des Burgbergsandsteines stimmt recht gut mit derdes Wangschiefers überein. Das Gestein vom Burgbühl bei Oberstdorf , welchesich selbst gesehen habe, ist zwar etwas grobkörniger und fester, als die Wang-schichten zu sein pflegen, auch reicher an Glaukonit und daher von mehrgrüner Farbe. Im allgemeinen ist aber der Eindruck der eines petrographischähnlichen Gesteins, und sein Auftreten über Seewenmergel wie bei Iberg machtes sehr wahrscheinlich, dass wir es hier mit einem Äquivalent der Wang-schichten zu thnn haben. Es zeichnet sich dem Seewenmergel gegenüber wieder Wang bei Iberg durch seine Festigkeit und seine Glaukonitführung aus.Es führt aber bei Oberstdorf eine Reihe echter Senon-Versteinernngeu 2 ), wieauch die bisher in den Wangschicliten gefundenen Fossilien ausschliesslichsenonen Charakter besitzen.
Wenn wir demnach sowohl aus stratigraphischen wie paläontologischenGründen die Wangschicliten in das Senon versetzen, so ergiebt sich für dieobere Kreide des helvetischen Gebietes eine Dreigliederung, nämlich:
1. Wangschicliten — Senon.
2. Seewenmergel = Turon.
3. Seewenkalk — Cenoman.