Stellung der Schichten, aber giebt keine Erklärung dafür. Die einfachste scheintmir die Annahme einer kleinen, nach N iibcrgelcgten Ealte zu sein. DieSchichten des Fahrenstockes scheinen die grosse Flcxur des Schwarzstockes nursehr schwach mitzumachen. Durch die Flexur des Fahrenstockes senken siclidie Seewenschichtcn etwa 250 m. zum Querkamm hei Ober-Stockriedli hinunter,während von der Höhe des Schwarzstockes bis zum Düssei hinunter die Höhen-differenz der Schichten mindestens 500 m. betragen muss. Dieser Unterschied
von cirka 250 m. in der durch die Flexur bedingten Niveaudifferenz derSchichten hei Schwarzstock und bei Fahrenstock wird, wie ich glaube, durcheine nach N übcrgelcgtc Falte unterhalb des Fahrenstockes ausgeglichen, welchedas unerwartete Auftreten der umgekehrten Seewen - und Gaultschichten an dieserStelle bedingt hat. Die vorstehende Skizze (Nr. 7, p. 43) soll die Lagerungder Schichten an dieser Stelle zur Darstellung bringen.
Flexur 1: Ahornband-(Stockfluli-)Guggeren.
Die letzte und nördlichste Flexur ist schon im grossen ganzen beschriebenworden. Die Form und der Verlauf der Flexur sind in dem Gebiet meiner
Karte wegen der tiefen Lage des Gewölbes nicht gut zu verfolgen, und die Ver-
hältnisse an den weiter nach 0 gelegenen Fluhberg und Schienberg (Ostseitcdes Wäggithals), wo die Kette schon etwas höher liegt, habe ich nicht imeinzelnen untersucht. Ich habe aber deutlich konstatieren können, dass auchdiese Kette nach N übergeneigt ist. (Auf der Ostseite des Fluhbergs oberhalbDorf Hinter-Wäggithal zu sehen.)
Wir wollen unsere Betrachtung der normalen Kreideketten mit dem Hin-weis auf eine Eigentümlichkeit im Bau derselben schliessen, welche im StillenWaagthal auffällt, Wir haben oben darauf hingedeutet, dass, während im Sihl-thal der Verlauf der Schichtenbiegungen ein fast rein monoklinaler ist, im StillenWaagthal die Treppenstruktur mehr verloren ging, indem die horizontalen Teilesich etwas gegen S neigen. Infolgedessen nimmt der Faltenwurf einen etwasmehr antiklinalen Typus an. Eine Betrachtung der Wände des Urgongewölbcsdes Stillen Waagthals zeigt uns, dass die Neigung des horizontalen Teils gegenS hier wesentlich durch Brüche bedingt ist. Wenn man z, B. von Unter-Ibergausgehend die Strasse gegen Waag verfolgt, so befindet man sieb nach wenigen