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die durch Aufbereitung uns dieser Decke entstandenen Strand-, bezw. Fluss-gerölle aufgefasst.
Die dieser Vorstellung zu Grunde liegende Idee ist keineswegs neu. Einederartige Vorstellung ist schon vor langen .Jahren von Studcr 1 ) vertreten wor-den. Um weitläufige Auseinandersetzungen zu vermeiden, möchte ich michhier mit dem Hinweis auf eine sehr beachtenswerte Schrift von Bachmann undEschcr 2 ) über die exotischen Gesteine der Zone Rheinthal-Thunersee begnügen,in welcher die Annahme von dem früheren Bestände eines den SchweizerAlpen vorgelagerten Gebirges von eigenartiger und abweichender Zusammen-setzung auf das Vorkommen von exotischen Gesteinsarten am Nordrande derAlpen zum erstenmale eingehender begründet wurde.
Im Jahre 1863 beschrieb Bachmann eine Reihe „interessanter, eigentüm-licher und ganz fremdartiger Gesteine“, welche in der vom llabkernthale amThunersee durch „Waag“ bei [borg und Wäggithal bis 'Poggenburg am Rhein verfolgbaren Flysehzone gefunden wurden. Nach Mitteilungen und ProfilenA. Eschcrs ist die lange Flysehzone 3 ) im N von dem S fallenden, im S vondem N fallenden Flügel einer Kreide-Synklinale eingeschlossen welche einenormale, zum Teil sichtbar zusammenhängende Muhle bildet 4 ). Im Flyseli dieserMulde liegen die fremdartigen Blöcke voll Petrefakten des Inas und des Jura.Bezüglich der Herkunft dieser Blöcke führt Bachmann aus, dass eine Beant-wortung der wichtigen und interessanten Frage, wie diese als exotisch bezeich-
s ) Geologie der Schweiz , Hd. 11, pp. 380 und 387.
2 ) Über petrefaktenreiclie Jurablöcke im Flysoh des Sihlthals und 'Poggenburgs (tekto-nischer Teil von Mitteilungen A. Eschers). Vierteljahrsschrift d. naturforschenden Gesellschaftin Zürich , 1863, pp. 1 — 34.
8 ) Diese Flyschmulde wird durch folgende Kreide-Eogen-llöhenziige genauer begrenzt:Im N (S-fallender N-Fliigel der Synklinale): Niederhorn (am Thunersee ), Gemmenalphorn, Sohl-lliihe, llogant, Schrattcntluh, Schafmatt, Schynberg, Pilatus, Biirgenstock, Rigi -llochfiuh, Aubrig-kette, Köpfenstock, Mattstock, Sentis; im S (N fallender S-Fltigel der Synklinale): Brienzer -grat, Arnigrat, Grälimatt, Brisen, Oberbauen (Seclisberg), Axenstein, Gibelfluh, Guggeren,Stocklluh, Fluhberg, Schienberg, Tierberg, Leistkamin, Churiirsten. Es geht aus dieser Zu-sammenstellung hervor, dass die fragliche Flysehzone nicht ganz, sondern nur annähernd ineiner kontinuierlichen Synklinale liegt.
4 ) E. g. am Walensee von Rahberg ob Wesen im N, unter Amden bis Leistkamm hinaufim S; vgl. Text (Bachmann, 1. c.), p. 21 und Eschers Profil, Nr. III, p. 96.