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Geologische Beschreibung von Mittel-Bündten / von A. Escher und B. Studer
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GEOLOGIE VON MITTEL-BÜNDTEN.

Ursprung anzunehmen, jene z. B. für plutonische, aus dem Erdinnernaufgestiegene Massen, diese für wässerige, durch jene umgewandelteNiederschläge zu halten. So wie wir demnach von vorn herein einge-stehen, nicht erklären zu können, welcher Mittel die Natur sich bediene,um aus Mergel schiefer Gneis, oder aus Kalk Dolomit zu schaffen, oder,was aus dem Kalk werde, den man allmählig durch Kieselerde verdrängtsieht, und woher diese Kieselerde stamme, und so viel Anderes, das dieBeobachtung im Grossen uns, als Thatsachen anzuerkennen, nöthigt; sogestehen wir auch, in den Centralmassen selbst kein Gestein aufgefundenzu haben, dem man bei jenen Processen mit Wahrscheinlichkeit irgendeine thätige Rolle zuschreiben könnte; obgleich allerdings von da her vor-zugsweise alle jene Wirkungen ausgegangen zu sein scheinen.

Wie in der westlichen Schweiz , sehen wir auch in der östlichen, vonder Sedimentzone her, einen breiten Lappen sich tief nach Mittel-Bündtenhinein erstrecken. Es geschieht diess in dem weiten Raume, den die Keil-endigungen und Seiten von fünf Centralmassen begrenzen, und dieserUmgebung verdankt der Boden dieser Gegenden, der sich nicht selbst alsHochgebirge zu erheben vermochte, offenbar seine grössere Höhe. Aufder Westseite finden wir \) das östliche Ende des Finsteraarliorns im Tcediund, in geringer Entfernung südlich, 2) dasjenige der Gotthardtmasse inder Gegend von Ilanz . Beide Massen stehn mit dem Bezirk, den wir näherbeschreiben wollen, nicht in unmittelbarer Verbindung, und wir ziehensie daher auch nicht weiter in den Kreis unserer Untersuchungen. Vonbedeutender Wichtigkeit müssen uns dagegen die Verhältnisse der dreiübrigen Centralmassen erscheinen.

3) Die, von Val Canaria über den Lukmanier nach Ghirone und Vrindurchsetzende, schmale Zone, von schwarzem Schiefer, Gyps und Dolomit,trennt die Gotthardtmasse von einer südlicheren Kettenverbindung, diewir nicht Centralmasse, sondern System der Adulagebirge heissen wollen,da eine mittlere Hauptmasse und die Fächerbildung nicht bestimmt her-vortreten. Der Hauptcharakter dieses, meist aus krystallinisch flasrigen